Börsenausblick 2018 – kommt der Crash?

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Der Börsenausblick 2018 – gerade in Zeiten, in denen die Märkte ein Hoch nach dem anderen ausbilden und es scheinbar bei Aktien nur eine Richtung gibt – aufwärts – denken umsichtige Menschen weiter. Sie fragen sich dabei weniger, wie lange die Kurse noch steigen. Sie denken vielmehr darüber nach, was sie tun können, damit ihr Depot im Falle eines Falles nicht unter die Räder kommt. Darüber wollen wir in diesem Beitrag sprechen.

Zunächst sind dazu ein paar Fakten vorweg klarzustellen. 1) niemand kann die Zukunft vorhersagen. Daher weiß auch niemand, wann ein Börsencrash kommt, was ihn auslöst und wie heftig er ausfällt. 2) Risiko und Rendite einer Geldanlage stehen in engem Zusammenhang. Je mehr Renditen man wünscht, desto mehr Risiko muss man eingehen. 3) Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen sind niemals isoliert zu betrachten. Die unterschiedlichen Märkte reagieren aufeinander und korrelieren miteinander.

Börsenausblick 2018 – Übertreibungen auf breiter Front?

Damit sind ein paar Aussagen auf dem Tisch und Privatanleger gleichermaßen wie Institutionelle Händler müssen damit umgehen. Aus fundamentaler Sicht erkennt man Übertreibungen (in beide Richtungen – also auch wenn die Kurse zu weit fallen) relativ einfach. KGV oder andere Instrumente sagen uns, wann einzelne Aktien oder ein gesamter Markt günstig oder teuer bewertet sind. Doch in der Praxis kann eine solche Übertreibung lange anhalten, viel länger als gedacht und sich noch potenzieren und damit ist es schwierig, einerseits die letzte Welle des Aufschwungs nicht zu verpassen, weil man zu früh aussteigt, anderseits nicht den Tick zu spät dran zu sein, weil man eben alles aus der Bewegung rausholen will, was möglich ist.

Börsenausblick 2018 – helfen technische Methoden?

Technisch, also mit statistischen Methoden, ist es auch nicht viel einfacher. Zum Glück sind Zusammenbrüche an den Märkten selten. Damit sind aber auch die zur Verfügung stehenden Daten darüber zu wenig, um daraus verlässliche Methoden und Modelle abzuleiten. Weiterhin macht es wenig Sinn, zum Beispiel die Entwicklungen aus den späten 1920er Jahren heranzuziehen und diese zu analysieren. So, wie sich die Börsen damals darstellten, so funktioniert die Welt heute nicht mehr. Somit bleiben jüngste Verwerfungen und da ist die Faktenlage dünn.

Somit bleibt eine geschickte Mischung und breite Streuung auf mehrere Asset Klassen, wie es die ETF Robo Advisor tun. Allerdings wird auch hier angenommen, dass sich die Weltbörsen im Falle eines Falles ähnlich verhalten wie bisher. Das es also Sinn macht, beispielsweise auf Gold als Krisenwährung zu setzen und Teile der Assets darin zu veranlagen. Da die Datenlage dazu, wie oben erwähnt, dünn ist, ist auch dieses Vorgehen mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Somit bieten auch breit gestreute ETF Investments keine Garantie, im Falle eines Börsencrashes verschont zu bleiben.

Börsenausblick 2018 – Aktienmärkte & Crash

Konzentriert man sich wie wir das tun auf eine Asset Klasse, nämlich auf Equity (Aktien) gibt es ebenso einige Optionen, das schlimmste zu vermeiden. Man kann sein Depot absichern, in dem man Leerverkäufe auf den Gesamtmarkt ausführt. Hedging ist hier das Zauberwort. Man kauft also weiterhin Aktien wie gewohnt, setzt aber parallel mit einem gewissen Teil des zur Verfügung stehenden Kapitals auf fallende Kurse des Gesamtmarktes. Es leuchtet ein, dass dieses Vorgehen in den meisten Marktphasen Geld kostet und eben nur vor dem Worst Case schützt. Der Zusammenhang von Risiko und Rendite wurde bereits einleitend erwähnt.

Man kann auch defensive Aktien kaufen, die sich in Krisenzeiten stabiler und damit besser entwickeln als andere Werte. Doch man muss die Korrelationen auch hier beachten. Wenn alles ins Bodenlose stürzt, werden auch defensive Aktien nachgeben. Vielleicht weniger als der Gesamtmarkt aber ein altes Sprichwort sagt „mitgehangen/mitgefangen“ und das gilt auch an der Börse. Sich zur Gänze dem Abwärtsdruck zu entziehen, ist schlichtweg unmöglich. Wirklich schützen kann man sich nur mittels Hedging – einer Absicherung mittels Leerverkäufen. Was also für den Laien gefährlich klingt (die „bösen“ Leerverkäufe) machen durchaus Sinn, wenn man die Sache so betrachtet.

Was taugen in diesem Zusammenhang Handelssysteme auf fallende Aktien Kurse? Nun – da die Aktien Märkte dazu tendieren zu steigen, sind sogenannte Short Systeme kein leichtes Unterfangen. Sie funktionieren zumindest mit einer etwas längeren Haltedauer mehr schlecht als recht und sind daher maximal im sogenannten Kurzfristhandel (Daytrading) ein taugliches Instrument, der Anlage die Korrelation zum Gesamtmarkt zu nehmen. Mittel- und langfristig lässt sich bei Aktien mit Short Systemen keine Geld verdienen.

Börsenausblick 2018 – Fazit

Einen 100% Schutz gegen Krisen oder einen Börsencrash gibt es nicht. Es gibt aber einige sinnvolle Maßnahmen, die das Risiko eingrenzen und überschaubar machen. Aber die gehen zu Lasten der Renditen und sind trotz des Einsatzes von wissenschaftlichen Methoden mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Die Antwort auf die Frage, wie man sein Depot schützen kann lautet somit: keine Methode ist perfekt. Aber ein paar Methoden machen Sinn. Die Geschichte wiederholt sich nicht, sie reimt sich bloß. Angeblich stammt diese Aussage von Mark Twain. Wer das gesagt hat, ist letztlich nicht relevant. Relevant ist, dass man Risiko niemals zur Gänze kontrollieren kann und eine gewisse „Rest-Unsicherheit“ immer vorhanden bleibt. Weder an der Börse, noch mit dem Sparbuch. Wenn Ihnen jemand etwas anderes erzählt, sollten sie dieser Person kein Vertrauen schenken.

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