Das Depot absichern

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Das Depot absichern – hierbei geht es nicht nur um quantitative Aktien Modelle. Vielmehr kann es auch den normalen Anleger betreffen. Dabei könnte eine Technik zur Anwendung kommen, die Profis ständig einsetzen, die beim Privatanleger aber noch kaum verwendet wird. Hedging.

Depot absichern – der Ursprung des Hedgings liegt ganz wo anders

Hedging hat nicht ausschließlich mit dem klassischen Börsenhandel zu tun. Vielmehr geht es dabei um die Absicherung diverser Risiken von Unternehmen, um Planungssicherheit, zum Beispiel in der rohstoffintensiven Industrie, um Treibstoff-Hedging bei Fluggesellschaften oder eben auch um Absicherung des Wechselkursrisikos beim Kauf von Wertpapieren in einer anderen Währung. Letztlich kann man sein Depot auch gegen Kurseinbrüche auf breiter Front (Crahs) absichern und genau darum geht es hier.

Mit welchen Finanzinstrumenten kann man das Depot absichern?

Zur Verfügung stehen dafür verschiedenen Instrumenten wie Futures, Optionen oder ganz einfach ETFs . Alle Methoden haben Vor- und Nachteile. Aber alle eint, dass Hedging Performance und damit Geld kostet. Es ist wie eine Versicherungsprämie, die man bezahlt, damit das Risiko einer Anlage sinkt. Wie geht der Privatanleger dabei nun vor?

Lassen wir das Hedging mit Futures beiseite, weil das eine gewisse Kontogröße erfordert, über die ein Privatanleger nicht unbedingt verfügt. Optionen sind komplexe Finanzprodukte. Bleiben ETFs. Wenn man nun beispielsweise ein (kleineres) Aktien Depot absichern will, kann man einen ETF auf den Gesamtmarkt dafür verwenden und diesen shorten (Leerverkaufen). Was übrigens eine gewisse Ironie in sich trägt, werden Leerverkäufe doch von Vielen als hochriskante Finanzwetten eingestuft. In diese Zusammenhang angewendet sieht die Sache freilich anders aus.

Wie stark soll man das Depot absichern?

Die Frage nach dem „wieviel hedgen“ kann nicht pauschal beantwortet werden. Es kommt auf die Risikobereitschaft und die Volatilität an. Fakt ist, dass ein Hedging eine permanente Geschichte sein sollte. Denn ein situatives Hedging ist im Prinzip ein Handelssystem auf der Short Seite, das also mit Market Timing auf fallende Kurse setzt. Das kann man schon machen, aber dazu sollte man einiges an Erfahrung mitbringen. Der weniger versierte Anleger tut gut daran, einen Teil seiner Assets abzusichern und damit eine etwas geringere Rendite in Kauf zu nehmen. Gerade in Phasen wie jetzt, wo der Markt von einem Hoch zum nächsten jagt, ist Hedging sicher keine schlechte Idee.

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