FOMO – 5 Tipps gegen die Angst Börsengewinne zu verpassen

FOMO ist eine englische Abkürzung und bedeutet: fear of missing out. Also heißt FOMO auf Deutsch, die Angst, etwas zu versäumen. Bei FOMO hat man nicht etwa Angst, den nächsten Bus oder den nächsten Zug zu versäumen – nein. 

FOMO ist eine Form der gesellschaftlichen Angst oder Besorgnis, wie auch Wikipedia verrät. Und diese Angststörung kann weit verbreitet sein.

Was FOMO bedeutet

FOMO bedeutet unter anderem die Angst, falsche Entscheidungen zu treffen oder die Angst, bei gesellschaftlichen Trends nicht dabei zu sein. Vielleicht erinnern sie sich noch an ihre Schulzeit. Dort waren Gruppenzwang und damit das Dazugehören wichtige Dinge für einen jungen Menschen.

Wenn man sich nicht entsprechend kleidet, wenn man nicht die richtigen coolen Dinge nutzt, wenn man sich also nicht so benimmt, wie es angeblich richtig ist, dann ist man schnell ein Außenseiter. Und unsere moderne Technologie (Internet, soziale Medien, Smartphones etc.) befeuern diese Entwicklung.

Bei FOMO geht es also vor allem darum, Teil eines größeren Ganzen zu sein. Mit von der Partie zu sein. Mit dem Strom zu schwimmen. Egal, wie sie FOMO einordnen oder definieren– die Parallelen zur Börse werden offensichtlich. 

Denn Themen wie Trendfolge, Gewinne laufen lassen, Anlageblasen oder ähnliches beherrschen die Kapitalmärkte seit Jahrhunderten.

Die Angststörung und die Börse

Bullen und Bärenmärkte gibt es, solange es die Börsen gibt. Angefangen von der Tulpenzwiebel Hysterie über die ersten Eisenbahn Gesellschaften, den Hype der späten 20er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts bis zum Platzen der Dot-Com Bubble zur Jahrtausendwende.

Trends verstärken sich zunehmend bis sie zum Massen Hype werden. Getrieben durch FOMO, die Angst, etwas zu versäumen, springen immer mehr Menschen auf den Trend auf und verstärken ihn mehr und mehr. Schließlich will man nicht der Dumme sein der da nicht dabei war. 

Denn wir bei thomasvittner.com sind schon lange der Meinung, dass verpasste Profite den Trader oder Anleger mehr weh tun als glatte Verluste.

Verpasste Profite schmerzen mehr als glatte Verluste

Wie erkennt man Blasen?

Anlageblasen, getrieben durch FOMO, sind einfach zu erkennen. Sie brauchen sich nur Charts ansehen. Wenn der Chart fast senkrecht nach oben zeigt, dann ist Vorsicht geboten.

Hier meinen wir nicht die Kurslücke(Gap) die vielleicht (über Nacht) entsteht, weil das Unternehmen gute Nachrichten zu vermelden hat. 

Oder ganz allgemein, weil es gute Nachrichten zu dem entsprechenden Finanzinstrument gibt. Es geht mehr um den kontinuierlichen Anstieg über mehrere Wochen oder Monate.

Charts

Trading Charts

Durch FOMO getriebene Kurse und damit die Charts sehen anders aus. Sie steigen beinahe senkrecht in den Himmel. Siehe Bitcoin Anfang 2021, wo sich der Kurs in wenigen Wochen verdreifachte – von einem bereits hohem Niveau. 

Natürlich folgt auf so eine massive Steigerung ein ebenso massiver Rücksetzer. Denn FOMO gilt auch dann, wenn es darum geht, Gewinne zu realisieren.

 

Hat man Angst, den perfekten Zeitpunkt zu verpassen seine Gewinne zu realisieren, wird man nervös. Und damit kommen Emotionen ins Spiel. Was letztlich dazu führt, dass man Angst verspürt. 

Und auf Angst schließt der Flucht-Reflex an, den wir steinzeitlich bedingt noch immer in uns tragen. Wir laufen davon. An der Börse verkaufen wir und simulieren damit das Davonlaufen. Wir wurden Opfer von FOMO. Nicht nur wir sondern viele. Und damit stürzen die Kurse ins Bodenlose.

Der Einfluss Einzelner auf die Kurse

Elon Musk, jedem von Tesla bekannt, ist jemand, der gerne (Börsen) Kurse beeinflusst. Er machte das schon öfters bei Tesla, seinem eigenen Unternehmen. Bis ihm die US amerikanische Börsenaufsicht SEC einen Maulkorb verpasste. Nun äußert er sich gerne zu diversen Krypto Währungen, vor allem zu den Alt Coins. Doch wir denken, Musk hat einen Plan.

Denn Musk weiß natürlich, dass dieser Markt noch immer kaum reguliert ist und ihm daher der Gesetzgeber wenig anhaben kann. Und er weiß, dass er dort bei den Anhängern dieser Coins Gehör findet. Er hat dort die Möglichkeit, die Kurse zu bewegen, in dem er irgendetwas irgendwo veröffentlicht. Auf Twitter oder sonst wo. Das hat zwar meist keine Substanz. Aber das braucht es auch nicht. Denn schon ist sie wieder da: FOMO.

Gerade Kleinanleger erleben dieses FOMO Syndrom häufig. Man muss dabei sein. Die Welle reiten. Den Trend ausnützen. Möglichst früh und meist zu spät.

Die Psyche des Anlegers entscheidet

Ein Grund dafür, warum wir beim Traden erfolgreich sind ist, dass wir klare Regeln haben. Unser Trading System gibt uns vor, was wir kaufen, wie viel wir kaufen und wann wir wieder verkaufen. Damit können wir keine unüberlegten Entscheidungen treffen. Und weil unsere Regeln darüber hinaus Sinn machen, läuft das Traden hervorragend. Aber viele kommen nie dorthin.

Doch die Psychologe ist an der Börse entscheidend. FOMO oder besser gesagt ihre Fähigkeit, dieses Syndrom zu unterdrücken, entscheidet über ihren Anlageerfolg. Sicher – manchmal muss man auch als Anleger rasch sein. Aber rasch bedeutet nicht überhastet. Einmal drüber schlafen hat noch nie geschadet – auch an der Börse nicht. Selbst wenn sie dadurch die besten Kurse vielleicht ein klein wenig verpassen.

5 Tipps für mehr Gelassenheit

Vertrauen

Kommen wir abschließend zu 5 Tipps FOMO zu umgehen und ein besserer Anleger oder Trader zu werden.

Kein Vergleich

Machen sie nicht bei Börsenspielen mit. Vergleichen sie sich nicht mit anderen Tradern oder Anlegern. Behalten sie ihre Gewinne für sich – genau so wie ihre Verluste. Prahlen sie nicht damit.

Genießen sie den Gewinn

Sie haben einen guten Gewinn gemacht? Freuen sie sich drüber. Aber – siehe den vorangegangenen Punkt – behalten sie es für sich. Genießen sie den Augenblick und belohnen sie sich.

Stellen sie Regeln auf

Sie müssen keine hochentwickelten Trading Systeme nutzen so wie wir das tun. Es genügt schon, wenn sie sich simple Regeln zusammenstellen, anhand derer sie investieren. Schreiben sie diese Regeln auf. Und stellen sie auch Regeln auf, was passiert, wenn sie ihre Regeln brechen. Belohnen und bestrafen sie sich – natürlich in Maßen.

Ziele setzen

Setzen sie sich klare Ziele. In welche Anlageklassen investieren sie? Welche Produkte verstehen sie, welche nicht? Wo sehen sie gute Renditechancen in den nächsten Jahren? Schreiben sie das alles nieder – am besten mit der Hand. Und darauf bauen sie einen Plan auf.

Weiterbildung

Hohe Erwartungen? Hohe Renditen? Und ihr Wissen? Korrespondiert das mit ihren Erwartungen? Sie haben heute ohne Fachwissen nirgendwo mehr Chancen – leider. Weder im Job noch an der Börse. Generell – wenn sie heute mit „irgendetwas“ Geld verdienen wollen (Kunst, Immobilien, Aktien, Sneakers, Metaverse, Autos, Bitcoin, Sammelkarten uvm.) müssen sie sich Wissen aneignen.

Resümee FOMO

Ohne Wissen entsteht FOMO. An der Börse bedeutet FOMO Unwissenheit, Naivität, härter gesagt: Dummheit.

Sind sie nicht der Dumme, der wegen FOMO seine Existenz aufs Spiel setzt. Die Heilung von FOMO beginnt mit dem Bescheid-Wissen über das Problem an sich. In weitere Folge heißt es: beobachten sie sich. Schlägt FOMO gerade zu, wenn sie eine Investment Idee wälzen? Machen sie eine Pause. Holen sie sich einen Kaffee oder entscheiden sie morgen.

Die Angst etwas zu verpassen darf nicht zum Spielverderber werden. Lernen sie sich zu beobachten. Geben sie sich selbst Feedback. Ehrliches Feedback. Dann wird sie dies Angst – FOMO – nie wieder in die Knie zwingen. Und dann klappt es endlich auch an der Börse.

Wir auf thomasvittner.com können sie unterstützen, FOMO zu bezwingen. Wir geben uns dabei Mühe, ihnen die beste Börsen- und Trading Ausbildung zukommen zu lassen. Melden sie sich für unseren kostenlosen Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben.