Orderarten – Die Limit Order

Die Limit Order ist im Gegensatz zur bereits besprochenen Market Order, bei denen der Anleger Aktien „um jeden Preis“ kauft, anders. Hier legen wir uns sozusagen auf die Lauer, bis der Kurs ein bestimmtes Level erreicht. Dabei gilt es einiges zu beachten und über die Herausforderungen und Chancen wollen wir nun sprechen.

Mit Limit Order günstig kaufen

Stellen Sie sich folgende Situation vor: eine Aktie hat am Vortag bei 55.12 USD geschlossen. Der Anleger will von dieser Aktie nun 100 Stück kaufen, möchte aber etwas Geld sparen und das Wertpapier billiger erwerben. Er prüft die üblichen Schwankungen (Volatilitäten) und stellt fest, dass die tägliche Kurs-Spanne mehr als 1% beträgt. So stellt er eine Limit Order bei seinem Broker zu einem Kurs von 54.56 ein und versucht, sich damit günstiger einzukaufen.

Die Limit Order hat ihre Tücken

Das macht natürlich Sinn, obwohl der Nachteil dieser Vorgehensweise auf der Hand liegt: es kann sein, dass der Kurs dieses Niveau nicht oder nie mehr erreicht und man dann mit leeren Händen dasteht. Des weiteren wäre es denkbar, dass es zu Teilausführungen kommt. Das passiert dann, wenn die gewünschte Stückzahl zum gewählten Limit Preis an der Börse nicht zur Verfügung steht. Die Umsätze sind an jener Kursmarke 54.56 zu gering und so hat unser Anleger statt den gewünschten 100 Aktien vielleicht nur 45 Stück bekommen. Auch das ist natürlich unbefriedigend.

Eine Limit Order ist ein komplexes Konstrukt

Handelt man algorithmisch basiert, wie wir das tun, läuft auch die tägliche Orderexecution vollautomatisch. Wenn man nun eine Limit Order verwendet, muss man Vorsorge treffen, was bei Teilausführungen passiert. Lässt man die Order stehen und wenn ja, wie lange? Wie geht man generell damit um, wenn man viele Limit Orders gleichzeitig absetzen will? Alle Aktien, die man an einem Tag am Radar hat, werden vermutlich nicht das Limit erreichen. Und wenn dann sicher nicht zum gleichen Zeitpunkt.

Somit kann man zunächst vermutlich mehr Limit Order beim Broker „einstellen“, als Geld zur Verfügung steht. Aber dann muss auch gewährleistet sein, die Orders sofort zu löschen, sobald das Budget erschöpft ist. Es gibt aber auch den Fall, dass der Broker mehrere Limit Orders gar nicht zulässt und man abwarten muss, bis der Kurs in die Nähe des geplanten Kaufkurses kommt und schickt erst dann erst die Order an die Börse. Dann muss man aber permanent die Live Kurse in Echtzeit überwachen, und das verursacht wieder ganz andere Herausforderungen. Manuell hingegen kann man so etwas nur schwer bewältigen, außer man verbringt den ganzen Tag vor dem Rechner, was aber fern der Praxis ist. Bleibt eine Automatisierung der Orderausführung und die Probleme, die es hier zu lösen gilt, sind vielfältig, sonst kann man mit Limit Orders gar nicht vernünftig arbeiten.

Die Limit Order – Fazit

Limit Order Systeme gehören zu den Orderarten, die die meisten Renditen erwarten lassen. Sie funktionieren in der Regel besser als Strategien, die Market Orders absetzen. Aber sie gehören auch zu den komplexesten Strategien, denn die Herausforderungen, die es zu meistern gilt, wurden hier bestenfalls angerissen. Ähnliches gilt für Stopp Orders, die letzte der Orderarten. Darüber sprechen wir in einem anderen Beitrag.

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