Technische Analyse – nutzlos oder sinnvoll?

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Technische Analyse – von den einen praktiziert, von anderen belächelt. Fragen wir uns gleich zu Beginn: was ist ein Chart, mit dem technische Analysten arbeiten? Bei einem Chart handelt es sich um die grafische Darstellung des Kursverlaufes. Dabei gibt es mehrere Darstellungsformen wie Liniencharts, Candlesticks oder Bar Charts, um die häufigsten Vertreter zu nennen. Weiterhin kann man Charts in verschiedenen Zeitebenen (-einheiten) darstellen. Die bekannteste Art ist sicher der Tageschart, aber es gibt Wochen- oder Monatscharts genauso wie Stunden oder Minutencharts. So weit die einleitende Erklärung.

Technische Analyse – ein Chart ist was für’s Auge

Charts verbinden historische Kurse und damit Datenpunkte zu Grafiken, um die Informationen visuell besser zu erfassen. Beim Linienchart werden die Schlusskurse mit einer Linie verbunden. Bei Candlesticks bekommt man mehr Informationen wie Eröffnungs- und Schlusskurs, das Tageshoch und das Tagestief. Bar Charts sind den Candlesticks sehr ähnlich, haben aber keinen Körper sondern bestehen aus Strichen. So oder so – kann man sich die Chartanalyse nun behaupten oder ist es eine brotlose Kunst?

Technische Analyse für die Trenderkennung

Technische Analyse ist praktisch, um Trends oder Unterstützungen oder Widerstände zu erkennen. Doch was viele nicht bedenken: ein Chart ist ein Einzelereignis. Und da auch die beste Technische Analyse die Zukunft nicht vorwegnehmen kann, ist ein Einzelereignis wenig hilfreich, denn man benötigt tausende Daten (historische Kurse), damit man Muster, Effekte oder Anomalien finden kann. Ein einzelner Chart ist dazu nutzlos. Denn auch wenn man darin einen Trend oder einen Boden erkennt, sollte man, bevor man darauf eine Kaufentscheidung aufbaut, prüfen, ob das, was man tun oder handeln will, funktioniert (hat). Natürlich ist das keine Garantie, dass es weiterhin funktioniert, und schon gar nicht im nächsten Börsengeschäft. Aber unter dem Strich muss es funktionieren – denn was ist sonst die Alternative? Aus einem Einzelfall eine allgemein gültige Herangehensweise (Strategie) ableiten? Kauft man Aktien, kann man natürlich ach mit Fundamentaldaten arbeiten. Aber es gibt eben auch den Zugang über die Technische Analyse. Doch dabei sollte man mit statistischen Methoden arbeiten, denn die Technische Analyse auf einen einzelnen Chart bezogen ist unvollständig. Sie beleuchtet den Einzelfall und negiert die Statistik. Es wundert also nicht, dass die meisten Marktteilnehmer mit der Technische Analyse scheitern. Und wenn dem nicht so ist, dann war es ein statistischer Ausreißer, der den Anleger in einer falschen Sicherheit wiegt.    
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