Trading einfach erklärt

Trading einfach lernen

Im Internet, sei es in geschriebener Form oder anhand von Videos, findet man einiges Wissen über das Traden. Doch meist sind diese Inhalte gespickt mit zahlreichen Fachbegriffen, die ein Beginner nicht oder noch nicht zur Gänze versteht.

Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, das Traden so zu erklären, dass es auch ein 12jähriger verstehen wird. Lassen sie uns also damit beginnen, das Traden einfach zu erklären.

Anmerkung: in diesem Beitrag geht es um Trading und nicht um das Investieren oder Anlegen. Alle Antworten sind also im Hinblick auf den kurzfristig orientierten Börsenhandel – echtes Trading – ausgelegt, obwohl der Begriff „kurzfristig“ sicher dehnbar ist…

Was ist Trading?

Trading ist ein Wort, das aus der englischen Sprache stammt. Es bedeutet übersetzt Handel. Ein Trader, der Trading betreibt, ist also ein Händler der mit etwas handelt. Aber womit?

Womit wird getradet?

Handeln kann man mit allem. Mit Waren, Dienstleistungen, Rohstoffen oder, und darum geht es in diesem Beitrag, mit Finanzprodukten.

Was macht ein Trader?

Ein Trader handelt diverse Wertpapiere und versucht, mit den kurzfristigen Kursschwankungen Geld zu verdienen.

An welchem Ort wird getradet?

Wenn sie traden wollen, können sie das von überall in der Welt machen. Voraussetzung ist ein Computer, ein Internet Zugang und ein Dienstleister, der ihre Käufe und Verkäufe abwickelt und damit ermöglicht. Und dieser Dienstleister wird Broker genannt. Zu diesem Broker und dessen Aufgaben kommen wir noch. Vorher noch eine Ergänzung zur Frage, wo gehandelt wird.

Betrachtet man diese Frage nämlich aus einem anderen Blickwinkel, muss man sagen, dass der Handel bis vor wenigen Jahren nur an bestimmten Orten möglich war. Und diese Orte nennt man Börse. Die Börse, die bekanntesten sind die US amerikanische Wall-Street oder die Deutsche Börse in Frankfurt, hat dabei die Aufgabe, den Handel dieser Finanzprodukte zu regulieren und ermöglichen. An der Börse treffen sich also Leute, die Wertpapiere handeln und damit kaufen oder verkaufen wollen.

Mit einer weiteren Einschränkung: natürlich sind die meisten Käufer nicht persönlich anwesend sondern – weil sie – siehe Absatz eins dieses Punktes – von überall in der Welt traden können – ihre Order elektronisch an die Börse übermitteln. 

In der Regel werden dabei diverse Zwischenschritte (Kursmakler etc.) eingezogen, die sie aber, wenn sie beispielsweise eine Aktie kaufen wollen, als Kunde gar nicht bemerken. Das meist einzige, was sie wirklich merken, das ist die Dienstleistung ihres Brokers. Zu dem wir jetzt kommen.

Was ist ein Broker?

Ein Broker ist eine Bank oder ein Finanzdienstleister, dessen Aufgabe es ist, ihre Wertpapier Käufe oder Verkäufe (Order) an den Handelsplatz der von ihnen gewählten Börse weiterzuleiten. Sobald sie Kunde des Brokers geworden sind, bekommen sie ein Handelskonto und können Geld auf dieses Konto einzahlen. 

Und dann kann es mit dem Trading auch schon losgehen. Damit sie den Handel durchführen können, stellt ihnen der Broker – meist kostenlos – noch eine Software (Handelsplattform) zur Verfügung.

Für all diese Leistungen zahlen sie dem Broker Geld. Orderspesen für das Kaufen oder Verkaufen von Wertpapieren, möglicherweise Kontoführungsspesen oder andere Nebenkosten.

Kann man sich diese Kosten auch ersparen, den Broker umgehen und direkt an der Börse oder sogar ohne Börse handeln? Jein, wie wir gleich sehen werden.

Kann man auch anderswo als an der Börse traden?

Als Privatanleger ist es praktisch nicht möglich, direkt an der Börse zu traden. In Deutschland beispielsweise aber auch in Österreich ist es nur über einen Broker oder eine Bank möglich, an der Börse zu handeln.

Ist die Börse der einzige Handelsplatz für Finanzinstrumente?

Nein. Denn es gibt auch einen sogenannten Direkthandel. Hier handeln sie aber nicht direkt – ohne Broker – an der Börse, weil das eben hierzulande nicht erlaubt ist sondern sie handeln direkt mit dem Broker. Verwirrend? Wir versuchen es aufzulösen.

Was bedeutet Direkthandel?

Beim Direkthandel handeln sie direkt mit – oder gegen (wie man es nimmt) – ihrem Broker. Die Bedingungen (Kosten, Handelszeiten etc.) sind dabei von Anbieter zu Anbieter verschieden. 

Der Direkthandel ist weiterhin mit Vor- und Nachteilen behaftet. Oft sind die Kosten höher als wenn sie den vermeintlichen Umweg über die Börse gehen. Dafür sind die Handelszeiten meist länger (oft bis spät in die Nacht oder sogar am Wochenende), denn die Börsen haben nicht rund um die Uhr geöffnet. Hier gibt es geregelte Handelszeiten, die wiederum von Börsenplatz zu Börsenplatz variieren.

Was braucht man für das Trading?

Sie benötigen das technische Equipment, also Hard- und Software, Internet, einen Broker und natürlich Geld.

Kann jeder an der Börse handeln?

Solange sie volljährig und geschäftsfähig sind können sie an der Börse traden. Was sie dazu konkret brauchen haben wir oben erwähnt.

Was soll ich traden?

Vermutlich werden sie als Einsteiger zu Beginn gewisse Sympathien für eines oder für mehrere Finanzprodukte mitbringen und andere weniger gern mögen. Viele Einsteiger entscheiden sich für Aktien, manche wollen Forex oder CFDs traden. Andere lieber Bitcoin.

Egal wofür sie sich entscheiden ist es wichtig, dass sie umfassende Recherchen über die Eigenheiten oder Besonderheiten dieser Finanzprodukte anstellen.

Und schließlich müssen sie den Broker nach diese Wahl aussuchen, denn jeder Broker hat gewisse Schwerpunkte und eignet sich besser für das eine oder andere Produkt.

Wie viel Geld braucht man für Trading?

Diese Frage hängt von der Wahl des Finanzproduktes und dessen Eigenheiten ab. Während man Produkte wie CFDs oder Forex bereits mit dreistelligen Konten handel könnte, sind es bei Aktien oder Futures fünf- oder sechsstellige Euro Beträge, die man aufbringen muss.

Gibt es Finanzprodukte, die sich für den Einstieg ins Trading besonders eignen?

Ja – aus unserer Sicht sind das Aktien. Meist werden Aktien als langfristige Geldanlage gesehen und auch dort haben sie ihre Stärken und ihre Berechtigung. Für manche aber überraschend ist die Tatsache, dass sich Aktien auch wunderbar gerade für Beginner für das Trading eignen.

Wie kann ich als Anfänger Aktien kaufen?

Sobald sie ein Handelskonto bei einem Broker eingerichtet haben und ihr Geld dorthin überwiesen haben und bereit liegt, können sie eine Order in ihrer Broker Handelsplattform durchführen, also beispielsweise eine Aktie kaufen.

Was kostet eine Aktie?

Jede Aktie hat einen – ihren – eigenen Preis. Dieser Preis schwankt, sobald die Börse geöffnet hat (und auch davor und danach), in jeder Sekunde. Diese Kursschwankungen sind in manchen Zeiten stark und in anderen Zeiten weniger stark. Es kann daher schon passieren, dass eine Aktie an einem Tag 10 oder mehr Prozent steigt oder fällt, was aber eher die Ausnahme als die Regel ist.

Kursschwankungen

Warum schwanken Aktien?

An der Börse teffen sich aus virtueller Sicht hunderttausende Menschen. Jeder dieser Menschen hat seine eigene Meinung und seine eigenen Gründe, warum er Aktien oder andere Wertpapiere kaufen oder verkaufen will. 

Aktien schwanken also deshalb, weil diese Meinungen sich an der Börse treffen und vermengen, sich rasch ändern können oder weil es Neuigkeiten gibt, die neue Verhältnisse schaffen und diese wiederum großen Einfluss auf die Kurse haben können.

Wenn ich Aktien kaufen will, sehe ich immer zwei Preise, warum?

An der Börse gibt es Menschen, die Aktien kaufen wollen und welche, die Aktien verkaufen wollen. Der Verkäufer will beispielsweise pro Aktie 25,20 Euro haben, doch der Käufer ist nur bereit, 25,18 zu bezahlen. 25,18 wird also geboten (englisch „Bid-Kurs“) und 25,20 wird gewünscht (englisch „Ask-Kurs“). Die 2 Cent Abstand nennt man Kurs-Spanne (englisch Spread).

Kaufen sie nun ohne irgendwelcher sonstigen Order Einschränkungen, zahlen sie mit ziemlicher Sicherheit beim obigen Beispiel 25,20. Verkaufen sie, bekommen sie vermutlich nur 25,18. Oder 25,19 – den Mittelkurs aus Bid und Ask Kurs. Zu einer Kursänderung kommt es dann, wenn eine der beiden Parteien (oder ein neuer Käufer/Verkäufer) auf den Plan tritt und bereits ist, andere Kurse zu zahlen und ein entsprechendes Gebot (Order) absetzt.

Natürlich kann der oben erwähnte Spread verschieden groß sein. Hier gilt die Faustregel: je häufiger eine Aktie an der Börse gekauft und verkauft wird, desto enger ist der Abstand aus Bid und Ask Kurs.

Wann ist ein guter Zeitpunkt, um Aktien zu kaufen?

Das ist die Millionen Frage und davon lebt eine ganze Industrie. Vorweg geschickt ist die ehrliche Antwort, dass niemand den idealen Kaufzeitpunkt, aber auch nicht den idealen Verkaufszeitpunkt kennt. Niemand. Weder sie noch wir noch der gut gekleidete Mann aus den Wirtschaftsnachrichten noch ihr Vermögensverwalter.

Grundsätzlich ist in diesem Zusammenhang die alte Börsenweisheit: billig kaufen und teuer verkaufen korrekt. Doch das ist leichter gesagt als getan…

Gibt es Möglichkeiten, das Timing beim Trading zu optimieren?

Ja. Und zwar dann, wenn man sich der Statistik zuwendet. Wenn man gewisse Muster identifiziert, auf welche Art und Weise bestimmte Aktien hin und her schwanken. 

Das können saisonale Effekte sein, Kursmuster oder andere Indikatoren. Und all das klappt nur dann, wenn man hunderte Aktien über mehrere Dekaden nach diesen Mustern absucht, diese identifiziert und dann sein Trading danach ausrichtet.

Wie kann man professionelles Trading lernen?

Durch das Internet ist es heute einfach, sich kostenlos ein Grundlagenwissen anzueignen. Hier eignen sich Trading Blogs wie dieser oder YouTube, wo sich zahlreiche Experten tummeln. Doch Vorsicht ist auf diesen Plattformen geboten, denn es gibt keinen Kontrollmechanismus. 

Jeder kann ein Video erstellen und auf YouTube hochladen. Als Einsteiger sollten sie sich also, um nicht auf einen Scharlatan oder Betrüger zu geraten, an Personen orientieren, die bereits jahrelange Börsen Erfahrung haben, in der Finanzbranche gearbeitet haben und deren Sprache nicht zu markt-schreierisch ist.

Wie schnell kann man mit Trading Geld verdienen?

Trading ist ein Business, ein Geschäft wie jedes andere. Über Nacht reich werden sie nur im Kasino. Wenn sie Traden als Geschäft betrachten, eine fundierte Ausbildung bei einem erfahrenen Mentor durchlaufen und es wirklich ernst meinen, werden sie nach einer Lehrzeit von 2 bis 3 Jahren ein Trading Experte werden, wobei dieser Zeitrahmen je nach Engagement verkürzt oder verlängert sein kann.

Welche Trading Ausbildung ist die Beste?

Die Trading Ausbildung auf thomasvittner.com gehört mit zu den Besten im Deutschen Sprachraum. Bitte werfen Sie einen Blick auf unsere Schulungsangebote. Sie finden dort bestimmt das für sie passende Angebot.

Gibt es auch eine kostenlose Trader Grundausbildung?

Ja. Sie finden den kostenlosen Basis Trading Kurs für Einsteiger auf thomasvittner.com unter dem nachfolgenden Link. Der Kurs besteht aus 5 Lektionen und hat eine Laufzeit von mehr als 200 Minuten

Sie können nach gratis Anmeldung die Inhalte un-limitiert nutzen und erhalten darüber hinaus ein 30 Tages Email Coaching Programm um das Wissen zu festigen. Und das alles ist für sie kostenlos.

Was ist der wichtigste Ratschlag, wenn man Trader werden will?

Lernen sie das Trading von Anfang an in dem sie sich an Daten und Backtesting orientieren. Auch wenn dieser Zugang schwieriger ist, weil man wirklich lernen muss, wie das geht, ist es der einzige nachhaltig erfolgreiche Weg. Drauf los handeln kann jeder und vielleicht geht es eine Zeit lang sogar gut. Aber letztlich war das bloß Glück oder Zufall und ist nicht von Dauer.

Erfolgreiches Trading kann und muss man lernen und wenn man zur Elite aufgestiegen ist, das richtige Handeln und damit auch das richtige Denken verinnerlicht hat, kann man an den Märkten hohe Rendite Chancen erzielen und seinen Traum leben.

Viel Erfolg!