Trading lernen – Eine Strategie für künftige Börsen – Profis

Ich will trading lernen

Wie funktioniert Trading? Was ist Trading überhaupt? Wenn wir heute gefragt werden, wie man Trading lernen kann, so fällt die Antwort auf diese Frage naturgemäß etwas ausführlicher aus. 

Zu vielfältig ist das Thema, zu zahlreich sind die existierenden Methodiken, um hier eine rasche und vor allem einfache Antwort zu geben.

Es lebe die Vielfalt

Doch trotz all der Optionen, trotz aller Unterschiede in den verschiedenen Ansätzen, Zielmärkten oder Finanzprodukten gibt es einige Gemeinsamkeiten, die uns Trader verbinden. Egal ob wir dabei Future Trading lernen, Orderflow Trading lernen, Volumen Trading lernen oder Markttechnik traden lernen wollen.

In diesem Beitrag wollen wir das Thema Börsenhandel lernen aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachten und versuchen, am Ende auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, worauf es beim Traden wirklich ankommt und wie man ein echter Trading Profi wird, egal welchen Tradingstil man bevorzugt.

Was bedeutet Lernen und wie kann man Trader werden?

Unter beispielsweise Aktien handeln lernen versteht man den absichtlichen oder beiläufigen Erwerb von Fähigkeiten, wie uns Wikipedia verrät. 

Der Lernzuwachs, so das Online Lexikon weiter, kann sich dabei auf dem geistigen, dem körperlichen, den charakterlichen oder dem sozialen Gebiet ereignen. So weit so gut und einleuchtend. Aber gilt das auch für das Trading?

Nun werden wir uns wohl darüber einig sein, dass ein Trader selbst dann keine körperlichen Entwicklungen vollziehen wird, wenn er sich dem anstrengenden Daytrading (oder Scalping) zuwendet. Weiterhin handelt es sich beim Trading wohl kaum um eine sozial ausgerichtete Tätigkeit. 

Doch die erste Überraschung begegnet uns wohl bei der Tatsache, dass Trading nicht nur eine Aufgabe ist, dessen Erlernen den Geist fördert sondern die auch den Charakter des Traders formt oder formen wird.

Was heißt das denn nun?

Trading lernen bedeutet einerseits, sich fachlich weiterzubilden (Geist). Andererseits ist Daytrading mental eine große Herausforderung (Charakter), weil an der Börse vieles anderes ist als beispielsweise im Berufsleben oder in unserem Alltag. 

Und dieses „anders sein“ – daran muss man sich erst gewöhnen, was den Charakter eines Menschen durchaus beeinflusst oder sogar nachhaltig verändern kann, wenn man lange genug Trader ist. Und diese Veränderung kann von Vorteil genau so sein wie von Nachteil.

Wie dieses Geschäft den Charakter eines Menschen verändern kann

Macht Geld skrupellos? Bei dieser Frage soll es zunächst gar nicht so sehr um das Thema Trading gehen. Vielmehr gilt es festzustellen, ob Geld, Erfolg oder Macht einen Menschen verändern können. 

Die Mehrheit der Leser wird hier wohl zustimmend nicken und viele Beispiele aus Politik und Wirtschaft, aktuelle oder aus der Vergangenheit, scheinen diese These zu bestätigen.

Macht nun Trading etwas mit dem Trader? Ganz persönlich kann dazu –ja– sagen. Und zwar deshalb, weil die ersten Jahre als Trader für mich besonders prägend waren. Natürlich war es bei mir nicht so, dass ich von Tag 1 an erfolgreich war. Im Gegenteil. Ich war zu beginn extrem schlecht beim Trading. Über die Ursachen sprechen wir in Folge noch. Aber Fakt ist, dass mich die ständigen Verluste einige Jahre geprägt hatten. Hatten und nicht haben, weil Trading eine permanente Entwicklung fachlicher und psychologischer Natur bedeutet und weil diese Prozesse glücklicherweise wieder umkehrbar sind.

Aber damals, es muss in den Jahren 2003 und 2004 gewesen sein, war ich ein extrem unzufriedener, ungeduldiger und geiziger Mensch geworden. Und das Trading war der Auslöser dieser Verhaltensweisen. Unzufrieden war ich deshalb, weil ich mir mit dem Trading eigentlich ein Zusatzeinkommen aufbauen wollte. Ungeduldig war ich, weil ich den Erfolg rasch wollte und es nicht so kappte, wie ich es geplant hatte.

Das Ziel lautet oft: davon leben

Denn ich hatte ein Ziel ausgegeben: vom Trading leben. Ich wollte meinen verhassten Job in der Versicherung endlich aufgeben, frei und unabhängig werden. So wie vielen Anfängern ging es mir gar nicht darum, mit dem Traden reich werden zu wollen. Natürlich hätte ich nichts dagegen gehabt, wenn es so käme. Aber in erster Linie wollte ich einen neuen Beruf erlernen, der mich und meine Familie versorgen konnte. Doch damals war ich noch Lichtjahre davon entfernt.

Und letztlich führte das zu enormen Geiz, denn die Verluste, die mir das Trading bescherte, die musste ich an anderer Stelle wieder ausgleichen. Was zu übertriebener Sparsamkeit führte, mit dem Ergebnis, dass ich noch unzufriedener wurde, weil ich mir nichts mehr leisten konnte oder besser gesagt wollte. Und natürlich war das alles ein Teufelskreislauf und für meine Beziehung eine enorme Belastung.

Nun schreibe ich das alles nicht deshalb nieder, um mich selber zu therapieren oder um bemitleidet zu werden. Vielmehr geht es darum, beginnenden Tradern zu zeigen, wie man es nicht macht. Und um davor zu warnen, dass Börse und im speziellen Trading etwas ist, das man ganzheitlich verstehen und begreifen muss, um Erfolg zu haben. Und da muss man einfach auf der Rechnung haben, dass das Trading den Kopf und die Seele gleichermaßen beansprucht.

Erfolgsrezepte?

Rezepte auf deutsch

Wie kann man Trading lernen? Gibt es den Königsweg um Trader zu werden? Nein. Denn den ersten Fehler, den viele Beginner machen ist, dass es ihnen beim Trading nur ums Geld geht. 

Da es bei mir auch so war, weiß ich nur zu gut, welche Konsequenzen das in der täglichen Handelspraxis hat und welche Trading Fehler man deshalb begeht.

Warum Trading?

Doch fragen Sie sich mal, ob ein Fußballer deshalb diesen Sport als Jugendlicher oder Kind auswählt, weil er damit viel Geld verdienen kann. Glauben sie, dass ein 6 jähriger Junge, der zu seinem ersten Verein geht und fortan regelmäßig bei den Knaben trainiert und spielt, gleich zu Beginn an eine Profi Karriere bei den Bayern oder Dortmund denkt, wo er reich wird? Ich kenne einige Profi Fußballer persönlich. Alle haben als Kind begonnen, weil es ihnen Spaß gemacht hat. Der Gedanke ans Geld verdienen der kam erst viel später dazu. Nämlich als man das Talent erkannte und als erste Einflüsterer vor allem bei den Eltern insistierten, dass ihr Junge das Zeug dazu hätte, Profi zu werden.

Niemand wird heute Arzt, weil er schon in jungen Jahren davon träumt, reich zu werden. Niemand beschäftigt sich mit IT, weil er schon in jungen Jahren vom Silicon Valley träumt. Diese Phantasien mögen irgendwann ein Thema werden, aber zuerst braucht man die Grundlagen. Am Beginn steht also ein ernsthaftes Interesse.

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Erst dann sieht man, ob man den richtigen Weg eingeschlagen hat. Denn wenn die Richtung passt, dann ist Lernen keine Pflicht mehr. Dann steht das Interesse an erster Stelle. Dann hat das Verstehen wollen die Oberhand und die Mühen sind vergleichsweise geringer als wie wenn man sich mit etwas abquält, was einem keine Freude bereitet – nur um damit Geld zu verdienen.

Nun wollen wir aber auch so ehrlich sein und einräumen, dass es Jobs gibt, die wohl niemanden Freude machen. Jobs, die man ausübt, weil man Geld verdienen muss. Doch das sind Brot & Butter Jobs. Das kann und soll niemals Trading sein. Stellen sie sich also hier und jetzt folgenden Fragen:

Fragen für Beginner
  1. Will ich wirklich Trader werden weil es mich interessiert oder will ich bloß Geld verdienen?

  2. Macht mir Trading Spaß?

  3. Interessieren mich die Finanzmärkte?

  4. Werde ich andere Interessen hinten anstellen, um Trading vernünftig zu lernen?

  5. Bin ich bereit auf Anschaffungen zu verzichten, um in mein Trading Business zu investieren?

  6. Kann ich lernen, Rückschläge zu verkraften

  7. Sehe ich Geld als Mittel zum Zweck?

Wenn die Antwort auf alle diese Fragen „ja“ lautet, dann ist der Grundstein gelegt, um fortan Erfolgreich zu werden. Ich will das Trading von der Pike auf lernen – dieses Statement sollte fortan im Mittelpunkt ihrer Bemühungen stehen.

Weiterbildung Börsenhandel – wie trade ich erfolgreich?

Sagen sie sich also: Trading lernen ich will das – dann ist das ein guter Beginn. Dann geht es nun darum, dieses Geschäft von der Pike auf zu lernen. Der erste Weg führt viele Trader in das Internet, wo man verschiedenen Quellen findet, um sich weiterzubilden.

Informationsquellen Internet

  • YouTube
  • Facebook
  • Blogs
  • Trading Foren

Nun wollen wir niemanden zu nahe treten, aber die gebotene Qualität hinsichtlich des Tradens ist im Internet doch sehr überschaubar. Sicher bietet das Netz auch vereinzelt qualitativ hochwertige Inhalte, doch die muss man zunächst überhaupt finden. Andererseits erkennt der Beginner kaum den Unterschied zwischen hochwertigem Inhalt und Trash – und somit beginnt der Selektionsprozess bereits an dieser Stelle, weil man einfach den falschen Experten folgt, die, wie sich später vielfach herausstellt, gar keine Experten sind.

Youtube & co

Besonders auffällig hinsichtlich schlechter Inhalte ist hier leider YouTube, was das Thema Trading online betrifft. 

Scheinbar fällt es vielen leichter, Videos zu produzieren als Texte zu schreiben und deswegen ist YouTube voll von fragwürdigen Trading Video Clips. 

Vor allem in der englischen Sprache findet man viel Müll von Möchtegern Experten über Themen wie Pennystocks, Forex oder Cryptocurrencies (Bitcoin & co). 

Auch auf Facebook ist es nicht viel besser.

Als Faustregel, wie man solche fragwürdigen Inhalte entlarvt, gilt: Background des Vortragenden prüfen. Weiterhin genau ansehen, welche Versprechungen gemacht werden. Generell gilt: ohne Risiko gibt es keine Rendite. Und je mehr Rendite man will, desto mehr Risiko muss man eingehen. Verspricht nun jemand hohe Gewinne ohne Risiko dann heißt es Finger weg.

Informationsquellen Offline

Trading kann man auch ohne Internet lernen. Die wichtigsten Info Quellen lauten.

  • Bücher

  • Seminare

  • Personal Coachings

Bücher als Wissensquelle

Ein wenig besser steht es hier um das gedruckte Trading Buch. Allerdings haben auch hier die moderne Technik und das Internet seinen Teil dazu beigetragen, dass die Qualität – leider – abnimmt. Früher wurden Büchern ausschließlich von Verlagen verlegt. 

Hier gab es einen Programmdirektor, der Manuskripte, die eingereicht wurden, prüfen ließ. Da wurden viele Inhalte Opfer der strengen Auslese und nicht jeder, der ein Buch veröffentlichten wollte, konnte oder durfte das. 

Als ich beispielsweise mein erstes Trading Manuskript im Jahr 2008 beim Verlag abgab, wusste ich nicht, ob man mein Buch (Das Trader Coaching) überhaupt veröffentlichten würde. Man tat es und ich bestand die Qualitätskontrolle, aber es hätte auch anders kommen können.

Natürlich ist nicht gesagt, dass jedes Buch, das ohne klassischen Verlag verlegt wurde, automatisch schlecht ist. Wir wollen nur darauf hinweisen, dass der Beginner die Spreu vom Weizen niemals trennen kann und dass das ein ernstes Problem im Trading (und auch in anderen Fachgebieten) ist.

Trading lernen Kurs

Neben Büchern und dem Internet kann man das Trading auch in Form von Seminarbesuchen und Kursen lernen. Trading lernen Wien? Kein Problem. Trading lernen Berlin? Ebenso einfach. Trading lernen Schweiz? Zürich ist eine der Finanzmetropolen in Europa. Jedoch Trading lernen in Andau, im wunderschönen Burgenland? Das wird wohl nur online möglich sein, denn Trading Seminare fokussieren sich meist auf große Städte.

Wie auch immer – trotz unserer vernetzten Welt werden Börsen- und Trading Seminare nämlich noch immer stark in den Metropolen nachgefragt.

Doch wenn auch hier nicht 100%ige Sicherheit besteht, einen guten Trainer zu erwischen, so steigen die Chancen bei Seminaren im Vergleich zu einem Buch oder YouTube doch deutlich, wirklich etwas zu lernen.

Denn ohne Wissen und ohne ernsthaftem Geschäftsmodell dahinter kann niemand ein Seminar halten. Von einer didaktisch sauberen Aufbereitung der Lerninhalte ganz zu schweigen. Und so machen Seminare sicher Sinn, wenngleich auch hier gilt, dass man sich im Vorfeld gut über die Inhalte und den Trainer informieren muss.

Was kosten Seminare?

So pauschal kann man das leider nicht beantworten. Die Angebote beginnen bei EUR 100 und reichen bis hin zu mehreren tausend Euro. Das hängt natürlich von der Länge und abermals von den gebotenen Inhalten ab. Ein Basis- oder Grundlagenseminar wird vermutlich günstiger sein als ein Seminar für fortgeschrittene Trader oder Profis. Je exklusiver und damit seltener das Wissen ist, desto höher ist der Preis.

Gesponserte Kurse

Es sei denn, der Event wird gesponsert. Das heißt, dass ein Finanzdienstleister einen Teil der Kosten übernimmt. Aber das geschieht natürlich nicht aus Nächstenliebe. Der Sponsor will eine Gegenleistung. Und das endet meist damit, dass diese Events dann nicht mehr neutral sind sondern der Sponsor im Mittelpunkt steht.

Sponsoring im Trading

Trotzdem bleibt abzuwägen, ob man diese Werbung, mit der man dann konfrontiert wird, in Kauf nimmt und dafür gratis oder vergünstigt an (hochwertiges) Wissen heran kommt. Eine Trading Schulung in Form von Kursen und Seminaren wird jedenfalls niemals gratis angeboten werden können, weil einfach die Fixkosten für den Veranstalter hoch sind.

Personal Coachings & Online Trading Kurse

Aus Gründen des Umfangs und der Lesbarkeit verzichten wir in diese Beitrag darauf, die Themen Personal Trader Coaching oder Online Trading Akademien anzusprechen. Denn letztlich gilt auch hier alles, was bisher über das Thema Trading Ausbildung gesagt wurde.

Werden wir nun konkreter, wenn es um das Thema Einstieg Trading geht.

Trading und Erfahrungen

Was ist Trading

Trading was ist das und wie kann man nun an der Börse Trading lernen? Zunächst muss man die Faktoren für erfolgreiches Trading lernen richtig einordnen und verstehen und dabei darauf achten, wie sie zusammenspielen. Denn beim Traden lernen wird immer davon gesprochen, dass es sich dabei um ein mental extrem herausforderndes Geschäft handelt. Stimmt das?

Ist Trading mental schwierig?

Ja. Trading ist in der Tat aus mentaler Sicht schwierig. Und zwar deshalb, weil ein Trader sich an der Börse mit ganz anderen Feedbackschleifen konfrontiert muss als beispielsweise in seinem Berufsleben. 

Nehmen wir folgende Situation: woher weiß ein Beginner, ob sein Trade, den er gerade gestartet hat, klappt? Woran macht er fest, ob er gut gehandelt hat? 

Am Ausgang des Trades wohl kaum, denn es gibt Gewinner wie Verlieren in einem Trading System? An der Tatsache, dass er sein Regelwerk eingehalten hat? Vielleicht, aber das setzt voraus, dass er weiß, ob sein Regelwerk funktioniert, was die meisten Trader nicht wissen.

Börsenpsychologie

Richtig oder falsch?

Kann er also alles richtig machen und trotzdem einen Verlust erleiden? Oder kann er alles falsch machen und gewinnen? Ja und nein – und zwar in beiden Fällen. Wie soll man damit umgehen wenn alles möglich scheint? Es gibt nur eine Option, wie man Aktien Trading selber lernen kann. Und zwar vernünftig. Wir kommen später noch dazu.

Bleiben wir hier noch beim mentalen Aspekt und stellen wir die folgende Frage:

Fachwissen vs. Behavioral Finance – was entscheidet im Trading?

Wer sich einige Zeit mit dem Trading beschäftigt, stößt rasch auf das Thema Börsenpsychologie (englisch: behavioral finance ). Hierbei geht es um Verhaltensökonomik, die wiederum ein Teil der Wirtschaftswissenschaften ist. Sie untersucht, wie irrationales Verhalten der Marktteilnehmer die Kurse beeinflusst.

Im Gegensatz dazu steht die Lehrmeinung der effizienten Märkte, die sinngemäß und in aller Kürze besagt, dass sich alle Marktteilnehmer immer rational und logisch verhalten. Würde man dieser Meinung folgen, macht es keinen Sinn zu traden, denn wir Trader suchen nach Mustern oder Situationen, die wir zu unserem Vorteil nutzen.

Trading lernen

Wir suchen also Übertreibungen an den Märkten und wenn wir sie gefunden haben, nutzen wir sie. Mit streng rationalem Verhalten gäbe es hingegen keine Übertreibungen und das Traden wäre sinnlos. Doch da wir ständig mit Blasen oder Marktzusammenbrüchen konfrontiert sind, wird heute wohl – greifen wir etwas vor – niemand mehr an 100% effiziente Märkte glauben.

behavioral finance – was steckt dahinter?

Werfen wir nun einen Blick auf diese Wissenschaft der behavioral finance und schauen uns an, was Ratgeber über dieses Thema so gefährlich macht, denn diese Werke werden gerade von Beginnern gerne gelesen. 

Das geschieht natürlich in der Hoffnung, Tipps und Tricks hinsichtlich des eigenen Verhaltens zu ergattern, die einem dabei helfen, ein besserer Trader zu werden.

Wie wir aus der Einleitung wissen, ist Trading eine Disziplin, die geistigen und charakterlichen Lernzuwachs beschert oder bescheren soll. Was ist daher verkehrt, an seiner Psyche als Trader zu arbeiten und damit sein Trading voranzubringen? 

So ziemlich alles, was der gängigen Trading Lehre doch deutlich widerspricht. Doch warum ist das so? Weil es der falsche Ansatz ist und weil wir diesen Umstand, wie wir gegen Ende noch auflösen werden, durchaus mit dem Henne/Ei Prinzip vergleichen können.

Nutzloses Beispiel typischer Börsenpsychologie Ratgeber

Nehmen wir ein Beispiel: ein Ratgeber über Börsenpsychologie behandelt das Thema Ungeduld bei einem Trader. In bunten Worten werden Beispiele aus dem Trading Alltag geschildert, die zeigen, wie schlecht sich ungeduldiges Verhalten auf den Trading Erfolg auswirkt. 

Ganz konkret könnte in einem Buch Ratgeber eine Situation beschrieben werden, in der ein Trader es nicht schafft, seine Position so lange zu halten, bis entweder das Kursziel erreicht oder bis der Stopp gerissen wird. 

Der Trader, so die Schilderungen des Autors, sitzt also vor seine Handelsplattform und startet den Trade. Und es kommt, wie es kommen muss: die Position läuft ins Minus.

Während man diese Zeilen nun ließt, sieht man vor dem geistigen Auge sich selbst als Trader. Man hat solche Situationen schließlich schon oft erlebt, kann sich daher in den Autor und das Geschriebene sehr gut hineinversetzen. 

Doch man liest Fiktion und keine wahre Geschichte und gerade deshalb macht der Autor weiter, in dem er den Spannungsbogen anzieht. Er berichtet, dass sich der erst kürzlich gestartete Trade weiter extrem schlecht entwickelt. 

Es sind nur noch wenige Cent oder Pips zum gesetzten Stopp. Und um Haaresbreite wird dieser Stopp wie durch ein Wunder nicht erreicht. Glück gehabt und der Leser atmet auf.

Trader und Angst

Der im Buch beschriebene Trade dreht nun also gegen Norden und der Leser beginnt noch stärker mitzuleiden. Und dann passiert folgendes: der Einstandkurs wird erreicht. 

Und weil der fiktive Trader bei vorherigen Trades herbe Verluste erlebt hat, wie blumig ausgeführt wird, stellt er den Trade entnervt glatt. Auch hier: Verständnis beim Leser – ein Kopfnicken – auch das kennt er. Auch er hat so etwas schon mehrfach erlebt.

Und letztlich schießt der Autor den Vogel ab und führt weiter aus, dass dieser Trade dann doch das Kursziel erreicht hätte. Und er resümiert mit Erklärungen aus der Verhaltensökonomie, spricht über Ungeduld, über kindliches Verhalten, über die Erziehung der Eltern und über Verlustangst und erklärt dem Leser, wie er sich besser verhalten hätte können. 

Und was lernt der Leser nun wirklich daraus: NICHTS! Was kann er zählbares mitnehmen, wenn er das nächste Mal in so einer Situation steckt? Erneut lautet die Antwort: NICHTS!

Zumindest nichts, was ihm im eigenen Trading in der Praxis weiterhilft. Er kennt nun alle Hintergründe, versteht die Ursachen, weiß, warum der im Buch beschriebenen Trader so agiert. Und er weiß nun vielleicht sogar, warum er genau so falsch handelt. 

Aber er weiß nicht, was er tun soll, wenn er das nächste Mal selber in so ein Situation kommt. Er versteht die Theorie, bleibt aber bei der Praxis alleingelassen. Unterhaltungseffekt: hoch / Lerneffekt: null.

So kann man Trading also nicht lernen. Solche Ratgeber sind nett zu lesen, doch sie bringen nichts. Doch was hilft wirklich? Sehen wir weiter.

Aktienhandel

Wie man Trading wirklich lernen kann

Was ist also der richtige Weg? Und was ist ein Trade überhaupt? Der richtige Weg ist der, sich über die Funktionsweise der Märkte zu informieren. Was tradet man? Warum tradet man das? Und warum meidet man anderes? 

Hat man seine Anlageklasse gefunden, geht es nun darum, Regeln zu finden, die man für Ein- und Ausstiege (Entry/Exit) verwenden will. Und wie macht man solche Marktanalysen und wo findet man die entsprechenden Daten? 

Kann man das in Trading Büchern nachlesen? Im Internet? Zweimal nein – man findet diese Infos vielmehr in der Vergangenheit. Sehen wir weiter und sprechen wir über Dinge abseits der Börse, damit an dieser Stelle mehr Verständnis beim Leser aufkommt.

Traden lernen

Mögen Sie ein Schnitzel?

Warum weiß ich, dass ich kein Schnitzel mag? Vermutlich, weil ich sie schon mal probiert habe. Es mag zwar Leute geben, die Essen manches aus Prinzip nicht, und das wollen wir auch gar nicht werten. 

Doch meist ist es so, dass wir Dinge nicht mögen, weil sie uns nicht gefallen, schmecken oder irgendwelche andere unserer Sinne nicht ansprechen. Damit greifen wir bei der Bewertung ob wir etwas mögen oder nicht auf gespeicherte Erfahrungen zurück. 

Und diese Erfahrungen finden wir wo? Richtig – in der Vergangenheit. Könnte es sein, dass mir Schnitzel künftig doch einmal schmecken? Natürlich ändern sich Dinge – aber trotzdem habe ich eine Basis („ich mag kein Schnitzel“) die sich vermutlich nicht von heute auf morgen ändern wird.

Wie man Anlageentscheidungen trifft

Kommen wir nach dem kulinarischen Ausflug nun wieder zurück zu den Finanzmärkten. Wie findet ein Anleger interessante Unternehmen, in die er investieren möchte? 

In dem er die Firma zunächst irgendwie und irgendwo (absichtlich unscharf formuliert) ausfindig macht und sich dann näher mit dem Betrieb beschäftigt. 

Er prüft die Produkte oder Dienstleistungen des Unternehmens, sieht sich das Management an, studiert vielleicht Bilanzen und wirft dann noch einen Blick auf den aktuellen Börsenkurs, um bewerten zu können, ob die Aktie gerade billig oder teuer zu haben ist. Und woher stammen all diese Informationen?

trading für anfänger

Erneut richtig: aus der Vergangenheit. 

Kann es passieren, dass ein Unternehmen, das jahrelang gute Zahlen präsentierte, plötzlich in eine Krise gerät? Natürlich ist das durchaus denkbar – aber woran sollte man sich als Investor sonst orientieren wenn nicht an Informationen, die ich habe?Und es gibt keine Information, die aus der Zukunft stammen. Zumindest noch nicht…

Wir handeln die Zukunft an der Börse

Halt – an der Börse wird doch die Zukunft gehandelt, heißt es. Passt das dann mit dem gesagten zusammen? Ja natürlich. Denn es wird zwar die Zukunft gehandelt. Der Aussicht auf Gewinne wiegt oftmals höher als die momentane Situation. Aber auch diesen Blick in die Zukunft geschieht doch, in dem man in den Rückspiegel blickt.

Man geht vom Status Quo aus, beispielsweise von uns derzeit bekannten Formen der Mobilität. Und von dort aus blickt man dann auf die neue E-Mobilität. 

Weil man sich sicher ist, dass fossile Brennstoffe einerseits uns irgendwann ausgehen, andererseits umweltschädlich sind. Aber vielleicht ermöglichen es Innovationen, die wir heute noch gar nicht auf dem Radar haben, dass wir weiterhin Öl als Antrieb unserer Wirtschaft nutzen. 

Weil es heute so ist schreiben wir aktuelle Gedanken und Meinungen einfach in die Zukunft fort. Aber kommen wir zurück zum Trading.

Das Fachwissen entscheidet

Wie weiß nun ein Trader, nach welchen Regeln er sich richtet? Wie findet er einen guten Entry und Exit? Nicht aus Büchern und nicht aus dem Internet. Das wissen wir bereits. 

Er hat nur dann eine Chance, funktionierende Regeln zu finden, in dem er die historischen Kurse von Aktien analysiert. So kann man das Trading von Aktien lernen. Und hier merken wir uns für den Beginn eine wichtige Grundaussage:

Trading Regel = Trading Indikator

Backtesting lernen

Wo wir bei Trading Indikatoren angelangt sind, die mittels einer statistischen Analyse, die man auch Backtesting nennen kann, einem genauen Funktionstest unterzogen werden. 

Wenn ich also mittels so einem Test herausfinde, dass der MACD sehr gut für die Eröffnung neuer Positionen funktioniert, während das Schneiden der 200 Tages Linie von unten nach oben als Einstiegssignal schlechte Ergebnisse bringt, für welchen Indikator werde ich mich dann wohl entscheiden? 

Wir lassen die Frage unbeantwortet, weil die Antwort auf der Hand liegt.

Trading mit Indikatoren

Kann sich das Funktionieren von Indikatoren ändern? Kann es sein, dass die 200 Tages Linie irgendwann besser funktioniert als der MACD? Ja sicher. Aber woran sollte ich mich als Trader sonst halten, wenn nicht an Fakten? 

Oder würden sie jetzt lieber die 200 Tages Linie als Entry Trigger nehmen, auch wenn sie wissen, dass sie deutlich schlechter funktioniert als ein anderer Indikator?

Natürlich sind diese Fakten nicht in Stein gemeißelt. Aber nochmals: was ist die Alternative? Herumraten? Bewusst auf Stur schalten und „dagegen sein“ und die schlechte Wahl in dem Glauben an eine Veränderung wählen? Vermutlich macht das kein vernünftiger Mensch.

Denken sie nochmals an das Beispiel aus der Börsenpsychologie mit dem knapp nicht gerissen Stopp Loss und dem fiktiven Trader, dem dabei Angst und Bange wurde und der seinen Trade entnervt vorzeitig glattgestellt hat, weil er mental am Ende war?

Stopploss

Wenn der Trader nun wüsste, wie viele seiner Trades den Stopp erreichen – oder noch weiter gedacht, wenn er mittels Analyse herausfindet, wo er seinen Stopp aus statistischer Sicht am besten platziert, was hat er dann für einen Grund mitzufiebern, ob der Trade den Stopp erreicht oder nicht? 

Denn er weiß, dass er ganzheitlich (aus statistischer Sicht) den besten Stopp verwendet. 

Natürlich ist dieser gewählte Stopp im Einzelfall nicht zwangsläufig die beste Lösung. Aber ich werde keine Lösung finden, die in jedem Fall – also bei jedem Trade – das Maximum herausholt.

Ich werde immer Fehltrades oder unglückliche Verluste beim Trading erleiden. Aber das spielt keine Rolle. Ich brauche bloß Regeln, die unter dem Strich funktionieren. Ich brauche bloß Indikatoren, die ich testen kann und die funktionieren und dabei Kern meines Trading Systems sind.

Warum also soll ich als Beginner meine Zeit damit verschwenden, Ratgeber über behavioral finance zu lesen? Was ich tun muss ist, zu lernen, wie man Trading Systeme entwickelt, zu dessen Bestandteilen Entry und Exit gehören, die wiederum aus Indikatoren bestehen. 

Denn wenn ich gute Trading Systeme entwickelt habe, die ich kenne und von denen ich genau weiß, wie sie funktionieren (und warum sie manchmal temporär nicht funktionieren) dann lerne ich automatisch, dem System (und damit mir selbst als Trader) zu vertrauen.

Henne oder Ei?

Henne/Ei. Das richtige Denken entsteht, wenn ich richtig handeln lerne. Richtiges Handeln kann ich nicht lernen, in dem ich richtig denke, was uns die Autoren der behavioral finance aber gerne weismachen wollen. 

Doch die Wahrheit ist eine andere und eine einfache: Traden lernen kann ich dann, wenn ich lerne, das zu nutzen, was funktioniert. Das ist der zu Beginn angesprochene gemeinsame Nenner. So einfach ist Trading – oder so schwierig. 

Denn das Erlernen des Backtestings wird nicht von heute auf morgen gehen. Obwohl sich die Mühen ganz bestimmt lohnen werden.

Doch wie geht traden nun wirklich? Das verrät das Bonus Kapitel.

Bonus Kapitel - Börse verstehen lernen Trading meistern

Nachdem wir nun gesehen haben, dass uns, auch wenn die mentalen Aspekte im Trading wichtig sind, diese nur dann helfen, wenn wir aus fachlicher Sicht richtig traden, müssen wir uns ansehen, wie wir konkret an dieses Fachwissen herankommen.

Nachdem oder während wir als Trader nun ein entsprechendes Startkapital gespart haben, beginnt alles damit, Trading Grundlagenwissen zu verinnerlichen. 

Hier bietet sich beispielsweise der von uns angebotene kostenlose Trading Einsteiger Kurs an. Dort erklären wir in 5 Video Lektionen in über 200 Minuten Laufzeit wichtige Basisfragen zu diesem Geschäft.

 

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Anmerkung: Ein Trading für Einsteiger PDF (kostenloses Aktien Ebook) ist ebenso Teil dieses Video Basis Kurses

Einfach Traden lernen der perfekte Trading Einstieg – all das bietet dieser Video Kurs. Kostenlos!

Anmerkung: wir haben auch ein gratis traden lernen PDF für fortgeschrittene Trader entwickelt. Sie werden mit dem Angebot konfrontiert, sobald sie den Basis Trading Kurs absolviert haben.

Hand in Hand geht dabei die Suche nach einem geeigneten Trading Broker für Einsteiger, wo wir ebenso einige Prime Broker Partner für Beginner ausgewählt haben. Mehr Informationen dazu bekommen Sie im Laufe unseres 30 Tages Email Coachings, das im Rahmen des gratis Trading Basis-Kurses inkludiert ist.

Weiterhin muss man nach Möglichkeiten zu suchen, Trading Regeln auf deren Tauglichkeit zu überprüfen. Und zwar bevor man echtes Geld tradet. Denn die von Brokern angebotenen Demo Konten sind zwar sinnvoll, um den Umgang mit der Trading Software zu üben. Sie sind aber nicht dafür geeignet, das Traden aus fachlicher Sicht zu erlernen.

Für die Überprüfung dieser Regeln gibt es sogenannte Backtesting Programme. Diese kann man käuflich erwerben, was voraussetzt, dass man bereit ist, in sein Trading Business zu investieren. 

Eine von uns empfohlene Software ist Wealth Lab, das sich ausgezeichnet für das Entwickeln von Trading Strategien auf Aktien – Portfolios eignet. 

Diese Software, die ich immer wieder in meinen Schulungsvideos verwende, ist ein Tool für Trader, die echte Profis werden wollen. Wealth Lab erlaubt sogar das Testen von Trading Regeln ohne Programmierkenntnissen.

Trading Ausbildung für Profis

Sie können bei mir gerne per Email einen 200 USD Discount für dieses Programm anfordern, da ich Sonderkonditionen bekomme, die ich gerne an Sie weitergebe.

Aber natürlich ist Wealth Lab nicht die einzige Option. Auch der Nano Trader von WH Selfinvest kann beispielsweise in seiner Vollversion einfaches Backtesting. 

Wobei hier zu sagen ist, dass diese Software in erster Linie eine Trading Plattform ist. Backtesten kann sie zwar auch, aber dabei kann der Nano Trader niemals mit Programmen wie Wealth Lab mithalten, deren einziger Zweck das Market Research (= Backtest) ist.

Wie macht man Backtests? 

Dieses Video vermittelt die Grundlagen von Wealth Lab.

Natürlich braucht man für das erfolgreiche Backtesten historische Kursdaten in guter Qualität. Bei Wealth Lab sind kostenfreie Schnittstellen zu Datenprovider wie Yahoo Finance vorinstalliert, deren Daten bis zu 50 Jahre in die Vergangenheit zurück reichen. 

Damit sollte man beim Backtesten in jedem Fall das Auslangen finden. Alternativ bietet Wealth Lab sogar eigene Daten („Wealth Data“) an, die eine gute und ebenso kostenlose Alternative zu Yahoo darstellen, falls dieser Datenprovider kurzfristig ausfällt (was 1 – 2 mal pro Jahr passieren kann).

Ergänzend sei erwähnt, dass man auch mit Excel Backtests machen kann. Allerdings ist man hier sehr limitiert und braucht weiterhin tieferes IT Wissen, was bei Wealth Lab nicht zwangsläufig vonnöten ist.

Fazit Traden erfolgreich lernen

Und nun ist es angerichtet. Der Trader hat alles beisammen, was er braucht, um ein Trading Profi zu werden. Er hat die Tools, er hat das Geld, er hat den Broker und er hat das dank unserem Trading Kurs das Basiswissen, das er für die Entwicklung von Trading Systemen benötigt. 

Nun braucht er noch den Ehrgeiz, dass ihn das Trading wirklich interessiert, wo sich der Kreis schließt und wir an die Inhalte anknüpfen, die wir am Anfang dieses Beitrages besprochen haben.

Backtesten macht Spaß, aber es ist ein Prozess, der auch Rückschläge umfasst. Vieles, was man testen wird, funktioniert nicht. Manches, was man zu wissen glaubt, ist anders. Denn das meiste, was über erfolgreiches Trading berichtet wird, stimmt leider nicht. 

Aber da der Trader nun Backtesting beherrscht, kann er einfach die Spreu vom Weizen trennen. Denn wie lautet eine alte Redewendung ? „Wer nichts weiß muss alles glauben“. 

Und ein Trader, der in der Lage ist, Regeln zu überprüfen, der braucht nichts mehr glauben weil er einfach vieles weiß.

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