Tradingleitfaden – ein Überblick über das Traden von A – Z

Checkliste

Es gibt wohl kein anderes Vorhaben im Bereich Finanzen, dass mit so vielen Mythen, so vielen Mißverständnissen und so vielen falschen Ansichten behaftet ist wie das Traden. Woran das liegt ist schwer zu sagen, vermutlich hat es etwas damit zu tun, dass der Zugang extrem einfach ist und das die Chance, Geld zu verdienen, extrem einfach erscheint.

Denn jeder, der ein paar hundert Euro am Konto hat, darf sich in dieser Disziplin versuchen. Und dann trifft man auf einen eigenen Kosmus, in der ganz andere Gesetze gelten wie im Alltag.

Wir auf thomasvittner.com haben viel über das Traden geschrieben. Und eigentlich ist alles gesagt. Was bleibt ist, das bereits geschriebene anders darzustellen. Und das wollen wir mit diesem A-Z Leitfaden kurz und bündig tun, um für sie ernsthaftes Trading kompakt zusammenzufassen.

Ausstieg (A)

Paradox, mit dem Ende eines Trades zu beginnen? Mag sein, aber da der Ausstieg eines der 4 Kernelemente einer jeden Anlage- und damit auch Trading Strategie ist, stellen wir ihn an den Beginn.

Wann steigt man aus? Wie steigt man aus? Erwarten sie hier keine exakten Anweisungen, denn die Antwort ist niemals pauschal die gleiche.

Jedenfalls steigt man dann aus, wenn wir das Maximum aus einem Trade herausgeholt haben.

Breakout (B)

Breakouts oder deutsch Ausbrüche gehören neben dem Swingtrading und der Trendfolge zu einer der drei übergeordneten Tradingstrategien.

Charts (C)

Charts sind grafische Aufbereitungen von Datenserien (zb. Aktienkurse). Charts erlauben es uns, die Entwicklungen eines Finanzinstrumentes mit dem Auge auf einen Blick rasch zu erfassen.

Daytrading (D)

Der Begriff Daytrading ist aus unserer Sicht nicht ganz klar definiert. Im Regelfall meint man damit einen Trading Stil, bei dem Trades im Laufe eines Handelstages geöffnet und wieder geschlossen werden. 

Daytrader nehmen ihre Postionen nicht bis in den nächsten Handelstag mit, obwohl Ausnahmen diese Regel bestätigen. Laien verwenden den Begriff Daytrading allerdings etwas großzügiger. 

So werden vielfach auch Trades mit einer Haltedauer von wenigen Tagen als Daytrading bezeichnet, was genau genommen aber nicht korrekt ist.

Einstiege (E)

Einstiege sind ein weiteres Kernelement einer Trading Strategie. Und sie sind das wichtigste Kernelement, weil wir einerseits damit die übergeordnete Trading Strategie bestimmen und uns andererseits den fürs Traden entscheidenden Vorteil erarbeiten.

Futures (F)

Futures sind ein börsengehandeltes Finanzinstrument, das sich vor allem für das Traden von hoch-kapitalisierten Konten eignet.

Gleitende Durchschnitte (G)

Einer der bekanntesten Indikatoren, den sie beinahe in jedem Chart finden.

Hebel (H)

Vorsicht bei gehebelten Produkten. Denn damit spekulieren sie mit Geld, das sie nicht haben. Sie handeln auf Kredit, den ihnen im Regelfall ihr Broker gegen Zinsen zur Verfügung stellt. Ein zu hoher Hebel ist neben mangelndem Fachwissen der häufigste Grund, warum Trader scheitern.

Indikatoren (I)

Ein aus dem lateinisch stammender Begriff (indicatore) der in etwa „anzeigen“ bedeutet. Mit Indikatoren kann man Veränderungen im Kursverlauf relativ exakt messen. Sie dienen daher oft als Trigger für das Timing beim Trading.

JFD (J)

Neben WH Selfinvest, Interactive Brokers oder Cap Trader ist JFD einer unserer empfohlenen Broker Partner. Apropos Broker: achten sie bei der Auswahl ihres Brokers darauf, dass der Broker günstige Gebühren anbietet, alle Handelsinstrumente, die sie brauchen im Angebot hat und alle Ordertypen zur Verfügung stellt, die sie benötigen. Einen guten Kundenservice setzen wir ohnehin voraus.

Know-how (K)

Traden lernt man nur über das aufnehmen von Fachwissen. Erst wenn sie Wissen, was funktioniert und was nicht, können sie Erfolg haben. Was sie dann noch zusätzlich brauchen ist das richtige Denken. Also mentale Stärke.

Long (L)

Ein englischer Fachbegriff für den Handel auf steigende Kurse. Bei bestimmten Anlageklassen, beispielsweise bei Aktien, spricht man von einem Long Bias. Das bedeutet, dass diese Anlageklasse die Tendenz hat zu steigen.

Möchte man auf fallendeKurs spekulieren, spricht man im Gegenzug übrigens von “short” oder “short gehen”

Moneymanagement (M)

Der Begriff Moneymanagement ist aus unserer Sicht unklar definiert. Manche meinen, hier geht es um den maximalen Verlust pro Trade, manche wiederum denken, hier handelt es sich um das Position Sizing. Wir denken, dass die Begriffe Risiko- und Moneymanagement sich durch alle 4 Kernelemente einer Trading Strategie ziehen und daher nicht explizit erwähnt werden müssen.

Number of Trades (N)

Bei diesem Buchstaben mussten wir ein wenig in die Trickkiste greifen. Einerseits fanden wir keinen sinnvollen Begriff mit N, andererseits ist der Buchstabe P bereits besetzt. 

Denn mit Number of Trades meinen wir, wie viele Trades man gleichzeitig machen kann oder darf. Wir sind damit beim Begriff “Positionsgröße” und bei einem der Kernelemente einer Trading Strategie.

OPG Order (O)

Eine der wichtigsten Orderarten beim Trading von Aktien. Eine OPG Order ist ein Order-Zusatz bei einer Market Order, die der Order die Teilnahme an der Opening Auction (Eröffnungsauktion) an der Börse garantiert und dem Trader dabei – aus statistischer Sicht – eine besseren Ausführungskurs bietet.

Portfolio (P)

Das Portfolio oder genauer gesagt die Portfolio Selektion ist ein wichtiges Kernelement einer jeden Trading Strategie. Handelt man Aktien, wird die Wichtigkeit der Portfolio Wahl besonders deutlich. 

Außerhalb der Aktienmärkte, beispielsweise beim Trading von Währungen oder von Futures würden wir den Begriff Portfolio einfach mit Finanzinstrument ersetzen. In jedem Fall handelt es sich hier um die Frage: was trade ich?

Quartalsberichte (Q)

Die meisten Unternehmen veröffentlichen ihre Geschäftszahlen einmal pro Quartal. Je nachdem, ob der Bericht die Erwartungen erfüllt oder nicht oder sie sogar übertrifft, bewegen sich die Kurse im Anschluss heftig. 

In der Regel werden diese Finanzberichte kurz vor der Börseneröffnung oder kurz nach Börsenschluss veröffentlicht. In vielen Fällen führt das zu Kurslücken, Gaps, mit denen alle Trader die Aktien Positionen über Nacht rechnen müssen.

RSI Indikator (R)

Einer der bekanntesten Indikatoren, der sich in die Gruppe der Oszillatoren einreiht. Der RSI misst, ob sich der Kurs eines Finanzinstruments im überverkauften oder überkauften Bereich befindet.
bester Indikator

Swingtrading (S)

Neben Ausbrüchen (Breakout) und Trendfolge gehört das Swingtrading zu einer der drei übergeordneten Trading Strategien. Im Gegensatz zu den anderen beiden Optionen steigt der Trader beim Swingtraden antizyklisch ein – er spekuliert auf eine Marktumkehr und muss daher bei Long Trades den Mut haben, ins fallende Messer zu greifen.

Trendfolge (T)

Neben Ausbrüchen (Breakout) und Swingtrading gehört Trendfolge zu einer der drei übergeordneten Trading Strategien. Aus uns nicht bekannten Gründen ist gerade Trendfolge sehr beliebt, wenngleich diese Art des Tradens besonders schwierig ist.

Unentschlossenheit (U)

Die Unentschlossenheit steht hier stellvertretend als Sammelbegriff für mentale Schwächen. Angst, Gier, Zögern oder unentschlossen sein und einiges mehr gehören dazu.

All das sind Fehler, die nichts mit mangelndem Fachwissen zu tun haben. Wir kennen einige Trader, die fachlich alles über das Traden wissen, was es für den Erfolg braucht. Trotzdem haben sie keinen, weil sie sich selbst einfach nicht im Griff haben.

Volatilität (V)

Die Volatilität ist die Grundvoraussetzung für das Trading. Gelingt es dem Trader, die Volatilität zu seinen Gunsten zu nutzen, wird er Gewinne machen. Auch die Volatilität begleitet uns bei allen Kernelementen einer Trading Strategie und ist ein entscheidendes Puzzleteil für den Erfolg.

Wealth Lab (W)

Wealth Lab ist eine sehr bekannte und beliebte Backtesting Software, die sich vor allem für die Entwicklung von Aktien Trading Strategien eignet.

Drawdown

X ?

Beim besten Willen ist uns zum Buchstaben X nichts eingefallen. Wenn sie einen Vorschlag haben, schreiben sie uns bitte. Ihr Input wird hier dann gerne eingefügt. Auf Wunsch wird auch ihr Name mit angeführt.

Yield (Y)

Der englische Begriff für Ertrag. Bei Wertpapieren wie Aktien sind hier meist Dividenden Erträge gemeint. Bei Anleihen der entsprechende Zinscoupon.

Für Trader spielt der direkte Ertrag eines Finanzinstruments nur eine untergeordnete Rolle, weil es beim Trading einzig um das Ausnützen der Kursschwankungen geht.

Zentralbanken (Z)

Die bekanntesten Vertreter der Zentralbanken sind die europäische EZB und die US amerikanische FED. Diese Institute bestimmen die Leitzinssätze und haben damit einen entscheidenden Einfluss auf die Wertentwicklung der weltweiten Finanzmärkte.