Was sind Aktien? Warum Trader Aktien bevorzugen sollten

Aktien Kurs
Sie sind in Teil 4 der Serie über Trading lernen

Traden kann man heute so gut wie alles, was sich an der Börse bewegt. Und nicht nur an der Börse, denn gerade sehr aktive Händler kaufen und verkaufen heute gerne auch außerbörslich.

Doch welche Anlageklasse soll man traden? Aktien? Futures? Rohstoffe? Währungen? Und welche Produkte wählt man dazu am besten?

In diesem Beitrag der Serie, Trading lernen, es ist Beitrag Nummer 4, geht es um die Frage nach dem was. Was traden wir. Und vor allem warum tun wir das? 

Nicht immer, wie wir später sehen werden, entscheidet der persönliche Geschmack. Oder wir sollten besser sagen: nicht immer sollten die eigenen Vorlieben oder Befindlichkeiten entscheiden. Weder bei dem wir wir traden noch bei dem, was wir handeln.

Als Standortbestimmung, wo sie im Rahmen dieser Serie beim Lesen gerade stehen, dient das nachfolgende Inhaltverzeichnis.

  1. Traden lernen – die Rahmenbedingungen ihres Geschäfts
  2. Mit Traden Geld verdienen – x FAQs für den Erfolg
  3. Daytrading Startkapital – Geld, Broker und andere Grundlagen
  4. Was sind Aktien? – Anlageklassen wie Aktien, Rohstoffe, Futures auf den Punkt gebracht
  5. Technische Analyse – wie erfolgreiche Trader Charts nutzen
  6. Was ist Trading? – Die Meta Ebene der Profis verstehen
  7. Trading Strategie – was ist eine Aktien Strategie?
  8. Markttechnik & co – welche Basis Trading Strategien gibt es?
  9. Trading Simulation – was ist Backtesting?
  10. Trading Arten – wie man einen Trade beginnen kann
  11. Take Profit und andere Ausstiegs-Techniken
  12. Welche Aktien jetzt kaufen? – das Portfolio
  13. Wie viele Aktien kaufen? – die Positionsgröße
  14. Stopp Loss – warum Stopps oft nichts taugen
  15. Handelssystem Börse – wie ein Totalausfall verhindert wird
  16. Gleitender Durchschnitt und andere Indikatoren und Oszillatoren
  17. Chance Risiko – wie Trader das Risiko bewerten
  18. Trading Strategie testen – nicht nur Qualität entscheidet
  19. Trading Psychologie – so denken erfolgreiche Händler
  20. Trading Fehler – 5 Dinge, die du vermeiden sollst

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Arbeiten wir auch dieses Thema nun gemeinsam schrittweise ab. Bei den meisten Punkte geben wir zuerst eine allgemeine Antwort und dann eine Trading-Spezifische Antwort.

Was versteht man unter einer Aktie?

Eine Aktie ist ein Wertpapier, dass einen Unternehmensanteil verbrieft. Als Aktionär sind sie also Miteigentümer eines Unternehmens und haben daher diverse Rechte.

Trading Antwort

Wir wollten schon schreiben, dass die Antwort auf diese Frage für Trader und Anleger gleich ist. Ist sie auch – aber trotzdem sollte ein Trader Aktien handeln und keine „Kunstprodukte“ wie CFDs oder Forex. 

Die fehlende Rechtssicherheit beim außerbörslichen Handel sehen wir hier als echtes Problem, vor allem dann, wenn aus dem Spiel Trading ein echtes Business werden soll.

Warum sollte man Aktien besitzen?

Aktien – im Vergleich zu anderen Anlageklassen – bieten die besten Renditechancen. In einer Welt ohne Zinsen, in der wir heute leben, ist es natürlich wichtig, dass das Ersparte nicht auf dem Taggeld Konto oder dem Sparbuch„versauert“ (aufgrund der Inflation an Wert verliert).

Und das mag auch richtig sein, obwohl es sehr davon abhängt, wie lange zurück man in die Vergangenheit blickt, wenn man diesen Vergleich strapaziert.

Denn es gab lange Perioden, in denen man mit Anleihen eine bessere Durchschnittsverzinsung erhielt als mit Aktien, auch wenn das schon eine Weile her ist. In den letzten Dekaden hat sich das nun zu Gunsten der Aktie verändert. Aber – ob das immer so bleiben wird, wissen wir nicht.

Was wir wissen ist, dass man Trading lernen muss. Und das ermöglichen wir mit unserer Online Trading Akademie Dollarhelden. 12 Monate Trading Videos on demand streamen. Unlimitiert.

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Trading Antwort

Bitte haben sie nachsehen, dass wir diese Frage zurückstellen. Denn die ist der eigentliche Kern dieses Beitrages. Gegen Ende besprechen wir daher, warum wir Aktien gegenüber anderen Anlageklassen den Vorzug geben sollten.

Wie viel ist eine Aktie wert?

Pauschal kann man das nicht sagen. Jede Aktie verbrieft einen % Wert eines Anteils-Besitzes an einem Unternehmen. Aktien können zu hohen Kursen genauso notieren wie zu niedrigen Kurse. Nebenbei sei angemerkt, dass der Preis nichts mit dem dahinterliegenden Wert zu tun hat. Der Kurs einer Aktien kann billig aussehen (die Aktien notiert zum Beispiel bei einem Kurs von 9 Euro) und gleichzeitig teuer sein (das Unternehmen macht keine Gewinne und der Kurs ist trotzdem hoch. Das kann mehrere Ursachen haben).

Trading Antwort

Die Antwort auf diese Frage ist dem Trader egal. Trader suchen Bewegung – Volatilität. Wie viel (Unternehmens)wert dahinter steht, spielt keine Rolle. Trader wissen oft gar nicht, welche Aktien genau sie traden. Und das ist nicht negativ. Im Gegenteil. Wir Trader handeln unsere Signale. Wir interessieren uns weder für Fundamentaldaten noch für sonstige Nebengeräusche.
Anlagestrategien

Wie bildet sich der Preis von Aktien?

Durch Angebot und Nachfrage. An der Börse treffen Käufer und Verkäufer aufeinander.

Einigen sich beide zu einem Geschäft, wechselt die Aktie zu diesem Kurs über die Börse den Besitzer. Das „sich einigen“ ist jedoch kein Akt, bei dem man Hände schüttelt oder sich in die Augen sieht. Vielmehr läuft der Handel heute vollelektronisch im Sekundentakt.

Trading Antwort

Auch mit dieser Frage muss sich ein Trader nicht beschäftigen. Bitte verstehen sie uns nicht falsch. Sicher schadet es nicht, wenn man möglichst viel über Börse und Aktien weiß. Doch wirklich hilfreich sind manche Dinge aus Trading Sicht nicht. Wir denken, Trader sollten zuerst das Trading lernen. Das „Rundherum“ lernt man dann ohnehin in der täglichen Trading Praxis.

Wie kann man Aktien kaufen?

Als Privatanleger kauft man Aktien im Regelfall über einen Broker. Dazu ist es eben notwendig, ein Broker Konto zu eröffnen. Dieser Onboarding Prozess läuft heute vollelektronisch und ist im Regelfall in kurzer Zeit abgeschlossen.

Trading Antwort

Für einen Trader gilt im Wesentlichen das Gleiche wie im Vorangegangenen Absatz. Eine kleine Ausnahme bildet die Brokerwahl.

Nicht jeder Broker eignet sich zum Traden. Das beginnt bei den angebotenen Finanzinstrumenten, reicht über zur Verfügung stehende Ordertypen und endet bei den Orderspesen. 

Bitte achten sie darauf, sich nach einem echten Trading Broker umzusehen, wenn sie traden wollen.

Schließlich ist ein Ferrari ebenso ein Auto wie ein Humer. Doch mit dem Ferrari werden sie in unwegsamen Gelände auf unbefestigten Straßen wenig Freude haben.

Wann kauft man Aktien?

Aktien kauft man am besten dann, wenn niemand Aktien haben will. Also in/nach Krisen. Da es dem Privatanleger aber kaum möglich ist, den idealen Kaufzeitpunkt zu „erwischen“ raten viele Experten zu permanenten Zukäufen in bestimmten Intervallen (cost average effekt). Damit glättet sich der Einstiegskurs und man kann sein Vermögen in Aktien „ansparen.“

Trading Antwort

Man kauft Aktien dann, wenn man ein Signal aus seinem Trading System bekommt. Um ein Signal zu bekommen, muss etwas geschehen sein. Profis nennen das auch, dass hier eine Anomalie oder eine Übertreibung in den Kursen passiert ist, die einen statistischen Effekt auslöst. Beispiel: der Indikator xyz sinkt unter einen vorher definierten Schwellwert.

Wie lange soll man Aktien halten – oder wann verkauft man Aktien?

Trading ist ein statistisches Problem. Das haben wir unter anderem in dieser Serie schon angesprochen und werden es immer wieder tun. Eine Statistik ist dann verlässlich, wenn sie viele – und möglichst gut ausgewählte – Stichproben enthält. 

Andererseits ist eine Statistik, die anhand 5 Stichproben erstellt wurde nur für die Mülltonne. Denn das so erzielte Ergebnis fällt in den Bereich Zufall.

Ein Trading System ist hier ähnlich zu sehen. Nur wenn wir viele Trades haben, die wir bewerten können, wissen wir, ob unsere Regeln und damit das ganze System verlässlich sind.

Ein angenehmer Nebeneffekt der Häufigkeit ist, dass wir so mehr Profit machen können. Gilt natürlich nur dann, wenn wir ein gutes System nutzen. Denn bei der Anwendung eines schlechten Trading Systems würden wir hingegen die Verluste vermehren. Bei einem guten System bedeute eine höhere Handelsfrequenz daher auch in der Regel einen größeren Profit.

Trading Antwort

Wir kaufen Aktien, sobald wir ein Signal bekommen. Das hatten wir schon. Nun verkaufen wir als Trader dann, wenn das Signal seine Kraft verliert. Wann das so ist und warum man das als Trader so sehen muss, dass verraten wir in dieser Serie im Kapitel über die Ausstiege (11).

Warum Aktien Traden?

Kommen wir nun also, nachdem wir ein paar allgemeine Sachverhalte dargestellt haben. Dabei ging es uns vor allem darum, herauszuarbeiten, dass Trader einen anderen Zugang zum Börsenhandel haben als Anleger. Klären wir jetzt die Frage, warum man – auch als Anfänger – besser Aktien als andere Anlageklassen und oder Finanzprodukte handeln sollte.

Aktien – die Menge macht‘s

Trading ist ein statistisches Problem. Das haben wir unter anderem in dieser Serie schon angesprochen und werden es immer wieder tun. Eine Statistik ist dann verlässlich, wenn sie viele – und möglichst gut ausgewählte – Stichproben enthält. Andererseits ist eine Statistik, die anhand 5 Stichproben erstellt wurde nur für die Mülltonne. Denn das so erzielte Ergebnis fällt in den Bereich Zufall.

Ein Trading System ist hier ähnlich zu sehen. Nur wenn wir viele Trades haben, die wir bewerten können, wissen wir, ob unsere Regeln und damit das ganze System verlässlich sind.

Ein angenehmer Nebeneffekt der Häufigkeit ist, dass wir so mehr Profit machen können. Gilt natürlich nur dann, wenn wir ein gutes System nutzen. Denn bei der Anwendung eines schlechten Trading Systems würden wir hingegen die Verluste vermehren. Bei einem guten System bedeute eine höhere Handelsfrequenz daher auch in der Regel einen größeren Profit.

Long Bias

Niemand will, dass Aktien fallen. Daher steigen sie auch meistens. In der Tat haben die Aktie Märkte eine Tendenz zum Steigen.

Für andere Anlageklassen gilt das gar nicht oder eingeschränkt. Beim Backtesting (siehe Artikel 9 – Trading Simulation – in Arbeit) kann man sehr einfach feststellen, dass man bei Strategien, die auf steigende Kurse setzen rascher gute Handelsregeln und damit funktionierende Strategien findet als dann, wenn man auf fallende Kurse setzt.

Long vor Short heißt es also beim Aktien Trading, besonders beim Tages-Schlusskurs basierten Handel. Intraday gehen die Uhren etwas anders, was und wiederum etwas über die grundlegenden Funktionen der Märkte verrät (wenn man genau hinsieht).

Doch zurück zu Satz 1 dieses Abschnittes. Was heißt, niemand will, dass Aktien fallen? Schauen wir genauer hin. Die Politik – vor allem die, die gerade an der Macht sind, brauchen (zumindest in westlichen Kulturen) gute und stabile Finanzmärkte. Bricht die Börse ein haben wir Krise. Und Krise kostet Geld, Jobs, Zukunft. 

Daher schütz die Politik die Märkte und damit die Anleger vor fallenden Kursen. Mit Leerverkaufsverboten aller Art, egal ob permanent (ungedeckte Leerverkäufe) oder zeitweilig (kein Short Selling für 3 Tage etc.).

Die Wirtschaft will natürlich auch ein gesundes Fundament. Wenn ein Unternehmen seinen eigenen Aktienkurs pflegt, und das geschieht regelmäßig, hat es Vorteile bei Kapitalbeschaffungen und bei Übernahmen. 

Und das Grundbedürfnis unseres Kapitalismus ist das Wachstum. Firmen, die diesem Ideal entsprechen werden mit Aktienkursen belohnt, die steigen und steigen.

Und dann sind schließlich die Marktteilnehmer selbst zu nennen. Die großen, die, die die Kurse wirklich bewegen (Pensionskassen, Versicherungen, Fonds) setzen immer auf steigende Kurse. Sie sind long only. Leerverkäufer sind hingegen manche Hedgefonds, Private Trader. Aber das ist nicht die Masse. 

Die Märkte crashen also nicht, nebenbei bemerkt, weil nun alle auf fallende Kurse setzen. Sie crashen, weil die großen ihre Anlagen auflösen und in Cash gehen. Ein kleiner aber feiner Unterschied.

Was ist eigentlich Positionstrading?

Fazit Aktien und die Vorteile für den Trader

Letztlich läuft es auf 2 Punkte heraus, die der Trader beachten sollte, wenn er traden will und Produkte und Anlageklassen sucht. 

Die Aktien haben eine Tendenz zu Steigen. Damit kann man sich bei der Systementwicklung vor allem am Beginn an steigenden Kursen orientieren. Man entwickelt also long only Systeme. Short Systeme kann man später als Beimischung natürlich durchaus in Erwägung ziehen.

Weiterhin haben Trader bei Aktien Vorteile, wenn sie die Sache aus statistischer Sicht betrachten. Viele Optionen (Aktien) bedeuten höhere Profit-Chancen und mehr Stabilität.

All das macht dem Trader den sicherlich schwierigen Einstieg in das Thema Trading ein kleines Stück einfacher. Und natürlich ist hier auch diese Serie zu erwähnen, die schonungslos offen das Thema Trading aus verschiedenen Facetten anspricht.

In unserer Online Trading Akademie Dollarhelden vertiefen wir übrigens das Thema „warum Aktien“. Hier besprechen wir auch andere Anlageklassen wie CFDs, Futures oder FX im Detail.

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Im nächsten Artikel dieser Serie geht es um das Thema Technische Analyse, eine Technik, die bei Tradern sehr beliebt ist. Hier verraten wir ihnen einige spannende Fakten über diese Technik. Also unbedingt weiterlesen.

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