Trading Ausbildung – wie man Profi Trader wird

Ausbilung

Was die Trading Ausbildung betrifft, bin ich genau genommen ein schlechtes Beispiel. Ich habe viel zu lange gebraucht, um zu verstehen, worauf es an der Börse wirklich ankommt. Und deswegen habe ich viel zu viel Lehrgeld bezahlt.

Auf der anderen Seite habe ich es geschafft. Ja – aber ich hätte es auch einfacher haben können. Doch es geht hier nicht um mich. 

Es geht um Sie. Um ihren Erfolg. Um ihr Geld. Damit Sie also rascher an ihre Ziele kommen, habe ich diesen Beitrag über die Ausbildung von Tradern geschrieben. Über das richtige Lernen.

Er soll ihnen als Leitfaden dienen, wenn Sie am Beginn Ihrer Trader Karriere den sprichwörtlichen Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. 

Sprechen wir in den folgenden Absätzen also darüber, wie man Trading richtig lernt, welche Schritte man wann setzen soll und wie man die unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten richtig einordnen und bewerten soll.

Trading Leitfaden

Börse und Aktien – es hat gefunkt

Bei mir kam das Interesse aus meinem damaligen Beruf heraus. Ich arbeitete in der Versicherungsbranche und konnte ein Seminar über Fondsgebundene Lebensversicherungen besuchen. Das war 2001. Damals waren diese Versicherungen sehr beliebt und ich wollte mehr darüber wissen.

Dort erfuhr ich mehr über die weltweiten Finanzmärkte, die wichtigsten Zusammenhänge – und – ich war fasziniert. Das große Geld lockte an den Börsen – und ich wollte Teil davon werden (und viel Geld verdienen). 

Doch anstatt eine solche Versicherung abzuschließen, hatte ich die wahnwitzige Idee, selbst in Aktien zu investieren. Es war – auf kurze Sicht – die dümmste Idee, die ich je hatte. Und auf lange Sicht die Beste. Denn seit vielen Jahren ist es mein neuer Beruf geworden

Genug ist genug

Job Frust

Eigentlich hatte ich meinen Versicherungs-Job schon lange satt. Ich hatte überhaupt keinen „Bock“ mehr, von 9 – 5 (oder meist länger) zu arbeiten und dabei bloß mit einem Schmerzensgeld abgespeist zu werden ( = Gehalt). Nicht, das ich schlecht verdiente. 

Nein – man darf ja nicht undankbar sein. Aber Versicherung war zwar nicht langweilig per se aber es interessierte mich einfach nicht (mehr).

So suchte ich nach anderen Möglichkeiten, Geld zu verdienen und in (an) der Börse hatte ich diese Möglichkeit gefunden. Doch bis dahin sollte es noch ein langer und steiniger Weg werden, wie wir gleich sehen werden.

Wie man an der Böse nicht agieren soll

Nach meinen ersten Versuchen mit Buy and Hold (Investment) merkte ich rasch, dass ich sehr ungeduldig war. Es dauerte mir einfach alles viel zu lange. 

Ich kaufte eine Aktie und ärgerte mich, wenn sie nicht gleich nach dem Kauf (signifikant) stieg. So stieß ich auf das (Day)Trading und dachte, dass mich das mehr ansprechen würde. Doch so klar war das zu Beginn nicht, wie wohl bei ihnen auch.

Die ersten Schritte oder wie man beginnt

2001, als ich anfing, gab es kein Social Media. Wenn man Trading und Börse lernen wollte, blieb nur das gute Buch. Und damals waren gute Trading Bücher (in deutscher Sprache Mangelware – sind sie heute noch immer, denn Quantität ist nicht Qualität). Heute denke ich, kann man einerseits noch immer Bücher als gute Info Quelle empfehlen. Und darüber hinaus Social Media.

Es gibt durchaus einige gute Facebook Gruppen für Beginner, die einem sicher dabei helfen, die ersten Schritte und Hürden zu meistern. Und sie erlauben – was in meiner Zeit nicht möglich war – den einfachen Austausch mit Gleichgesinnten.

Eine Anleitung für Facebook brauche ich hier nicht schreiben. Da wissen sie vermutlich mehr darüber als ich. Aber ich kann beim Thema Börsen Buch sicher helfen und dabei auf meine eigene Erfahrung zurückblicken. Was wir nun gemeinsam tun werden.

Meine ersten Börsen Bücher

Ehrlich gesagt wusste ich nicht mehr, welche Bücher ich mir zuerst gekauft hatte. Aber zum Glück bin ich seit 2001 Amazon Kunde. (leider habe ich 2001 nur bei Amazon gekauft und nicht Amazon Aktien gekauft…) Ich habe immer so gut wie alle meine Börsenbücher online gekauft. Und bei Amazon hat man eine Lifetime Historie, was die Einkäufe betrifft.

Wie Sie am Bestell-Datum sehen können (2002) brauchte ich mehr als ein Jahr (Von Anfang 2001), bis ich begriff, dass ich mit Weiterbilden musste, um an der Börse erfolgreich zu sein. Denn ich kaufte meine ersten Aktien ohne jegliches Know-how. Ich kaufte nur Namen. Keine Werte. Und natürlich ging das nach hinten los.

Meine ersten beiden Finanz-Bücher, die ich je kaufte, waren also

  • Das Spiel der Spiele – Jesse Livermore
  • Das Kapital – Karl Marx

Interessante Mischung, oder? Hier sieht man sehr schön, dass ich noch keinen Plan hatte. Marx, der Kapitalist und Livermore, der erste (?) richtige Trader. Das passt überhaupt nicht zusammen. Übrigens habe ich Marx nie gelesen. Livermore wahrscheinlich 5 mal oder mehr. Und dieses Buch sollte meine Trading Ausbildung nachhaltig prägen.

In meiner Liebe zu den Aktienmärkten, in meiner Liebe zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Und in meiner Bewunderung von Spekulanten oder Trader, die in der Öffentlichkeit – das ist heute nicht viel anders – oft einen schlechten Ruf genießen.

Was ich über das Buch von Jesse Livermore zu sagen haben, können Sie sich auch in diesem Video ansehen, wo es um das Thema (unsichtbarer) Mentor geht:

Trader haben keine Lobby

Kennen Sie das? Sie erzählen jemanden, dass Sie traden (lernen wollen) und ernten nur mitleidige Blicke? Im besten Fall! Oder werden Sie bestärkt bei ihrem Vorhaben, motiviert man sie? 

Ich denke nicht. Warum redet einem niemand aus, dass man an die Uni geht? Warum hat niemand etwas dagegen, wenn man Arzt werden will? Das ist ja alles so vernünftig. Angeblich.

Angehende Trader wie Sie – und das ist bereits die erste Lektion – habe es schwer. Nicht (nur) beim Traden selbst sondern mit der Tatsache, dass sie niemand ernst nimmt. Und das verstärkt die anfänglichen Zweifel noch mehr. Vermutlich werden sie am Beginn Trader verlieren. 

Weil sie noch zu wenig wissen. Das ist ok, solange sie aus den Verlusten etwas lernen. Aber anstatt bestärkt zu werden von ihrem Umfeld wird man schief angeschaut. Beachten sie das, es wird ihr Trader Leben am Anfang nicht einfacher machen.

Man hört am Anfang allerlei Dinge aus dem Umfeld: sei vorsichtig. Börse ist für Zocker. Casino. Und vieles mehr. Und da haben Sie bloß gesagt, dass sie sich mit der Börse beschäftigen. Vielleicht haben Sie auch erwähnt, dass Sie traden. 

Aber niemand weiß, was ein Trader ist. Und was ihn von einem „normalen“ Anleger unterscheidet. Niemand – außer sie. Und so ist es kein Wunder, wenn man ins Internet flüchtet und nach gleichgesinnten sucht (und auch findet). 

Doch Vorsicht – zweiter Ratschlag – bleiben sie immer vorsichtig und skeptisch. Alles was zu gut klingt das ist es auch. Aber weiter im Text.

Noch mehr Bücher

Nachdem ich „Das Spiel der Spiele“ verschlungen hatte, wollte ich mehr. Die nächste Bestellung, kurze Zeit später, war aber genauso planlos, wie wir im Bild weiter unten sehen.

Einerseits bestellte ich ein Buch über den damaligen Präsidenten der FED, Alan Greenspan. Dann eines über George Soros und seine Methoden. Beides waren ja keine Trading Bücher sondern Bücher für Anleger. Noch immer war ich mir also nicht sicher, wohin meine Reise gehen soll. Trading oder Investing?

Dann war da aber noch ein Buch über Optionsscheine. Das war so ein Ausflug von mir in ein Metier, das ich damals überhaupt nicht verstand. Aber Optionsscheine versprachen den raschen Reichtum. Zumindest dachte ich das. 

Ich kaufte damals also „bewaffnet“ mit dem Wissen eines (kleinen) Ratgebers diese Produkte. Und ich bezahlte meine Unwissenheit mit herben Verlusten. Wieder einmal war ich zu ungeduldig.

Traden Sie in jedem Fall nur das, was sie verstehen, so lautet ein weiterer Rat von mir. Optionsscheine verstand ich jedenfalls nicht. Und so etwas bestraft die Börse sofort.

Einer der Schlüssel zum Erfolg ist die Spezialisierung

Ein weiterer Rat an dieser Stelle – spezialisieren sie sich nach einer Anfangsphase, in der sie einiges ausprobieren, auf eine Anlageklasse. Sonst verzetteln sie sich. Sicher muss man sich zunächst ein wenig umschauen. Verschiedenes probieren. 

Aber nicht zu lange. Sie sollten relativ bald den Fokus finden und sich auf Märkte spezialisieren, die sie ansprechen. Und dann beginnen Sie damit, dieser Märkte bis ins kleinste Detail zu verstehen.

Aber das ist nicht alles. Folgende Fragen sollten sie sich zu Beginn ihrer Trading Karriere stellen:

  • Welche Märkte (Aktien, Währungen, Anleihen, Rohstoffe etc.) interessieren mich?
  • Welche Produkte kann ich an diesen Märkten nutzen?
  • Habe ich genug Geld für das Trading dieser Märkte/Produkte?
  • Habe ich genug Zeit für das Trading dieser Märkte/Produkte?
  • Welcher Broker ist für diese Märkte/Produkte geeignet?
  • Und erst dann: welche Trading Strategie soll ich anwenden, was funktioniert?

Ich selbst tendierte damals immer mehr in Richtung Trading. Es war für mich einfach spannender. Das erfolgreiche Investieren kam dann erst später dazu, als ich bereits Trading professionell betrieb. 

Beim Traden konnte ich (damals noch) etwas „tun“ während ich als Anleger immer nur beobachten konnte. Ich wollte aber an der Börse richtig „arbeiten“. Also kaufen/verkaufen/nachkaufen/ und alles drumherum. Tagebuch schreiben, Trades dokumentieren und natürlich mit all der Arbeit Geld verdienen. 

Doch im Trading muss man nicht hart arbeiten. Man muss smart arbeiten. Und von harter Arbeit wurde ohnehin noch niemand reich. Mit smarter Arbeit, mit guten Ideen, mit guten Strategien hingegen schon.

Pikantes Detail: heute „tue“ ich im operativen Trading genau genommen überhaupt nichts mehr. Weil alles automatisiert abläuft. 

Was ich heute tue ist, Trading Strategien zu entwickeln/überarbeiten. Ideen auszuprobieren (mit Backtests). Das ist weitaus interessanter als das operative Trading selbst. 

Aber man darf von keinem Einsteiger erwarten, dass er das erstens auch so sieht und zweitens überhaupt – in der ganzen Trageweite dieser Aussage – versteht.

Aber zurück zur Trader Evolution. Zum lernen. So bestellte ich weitere Bücher, mehr und mehr in Richtung Trading. Ende 2002 kaufte ich dann ein Buch über die Technische Analyse von Candlesticks. 

Heute, fast 20 Jahre später weiß ich, weil ich es analysiert habe, dass Candlesticks zum einen Humbug, zum anderen zu unbestimmt (ungenau) sind, um damit erfolgreich zu traden.

Wieder ein Ratschlag: versuchen sie von Anfang an, nur das zu traden, was man eindeutig duplizieren kann. 

Ohne Interpretationsspielraum. 100% ohne Interpretationsspielraum. Sonst bleibt immer die Frage offen, ob das Regelwerk schlecht ist oder ob sie bloß das (lose) Regelwerk unsauber ausführen. Und das hilft letztlich niemanden.

 

 

Anmerkung: die Weihnachts CD ist etwas „off topic“ (wie sie bestimmt vermutet haben) und das andere Buch wollen wir unerwähnt lassen (es gab auch einige Fehlkäufe…)

 

Buchtipps? Fehlanzeige

Bis auf „Das Spiel der Spiele“ möchte ich hier trotzdem keine Börsenbücher empfehlen. Warum? Weil es in der Zwischenzeit so viel an Literatur gibt, dass man kaum mehr den Überblick bewahren kann. 

Ich habe zwar selbst mehr als 100 Bücher gelesen aber wirklich in Erinnerung blieb mir nur dieses von Jesse Livermore.

Den einzigen Rat, den ich Ihnen zur Fachliteratur geben kann ist, dass ein oder mehrere Bücher ein guter Einstieg sind. Stöbern sie einfach im Internet und lesen Sie (mit aller Vorsicht) die Rezensionen und dann entscheiden Sie sich, welche Bücher sie lesen wollen.

Doch mit Büchern alleine werden sie sicher nie erfolgreich im Trading. Und daher will ich auch nicht alle hunderte Börsenbücher hier aufzählen, die ich in den Jahren danach noch kaufte. 

Lassen Sie uns somit zur nächsten Möglichkeit übergehen, wie man Trading lernen kann. Seminare. Denn bei mir war nach dem vielen Lesen der Besuch solcher Veranstaltungen das nächst Naheliegende.

Trading Seminare

Mein erstes Trading Seminar besuchte ich – soweit ich mich erinnere – 2007. Relativ spät, denn ich fing ja schon 2001 mit dem Traden an. Dazwischen lagen mehrere Jahre Forschung, Versuch und Irrtum. 2007 hatte ich meinen Weg bereits weitgehend gefunden. Ich war zum Swingtrader geworden. Auf Tagesschlusskurs Basis. Mit Aktien, aber auch mit CFDs.

Heute weiß ich, dass CFDs keine guten Produkte sind, damals aber nicht. Doch zurück zum Seminar Thema. 2007 – so habe ich es zumindest in Erinnerung, erlebte Trading (auch Dank der CFD) einen Aufschwung in Deutschland und Österreich.

Endlich konnten auch private Trader mit kleinen Einsätzen und hohen Hebeln arbeiten (schlecht!). Traden sie am besten immer ohne Hebel. Endlich konnten auch private Trader einfach short gehen (auch in manchen Märkten schlecht). 

Egal – Trading boomte. Und die nachher kommende Finanzkrise verstärkte diesen Trend. Keiner wollte mehr Buy und Hold machen. Alle wollten hingegen traden.

Trading Seminare

Foto: Trading Seminar München, März 2020

Jedenfalls erlebten die ersten CFD Broker hierzulande in diesen Jahren paradiesische Zeiten. Die Kunden liefen den Anbietern die Türen ein. Und je mehr Kunde kamen, desto mehr Angebote schuf man für sie, um sie bei Laune zu halten. 

Eines dieser Angebote war eine kostenlose Roadshow des damals größten CFD Brokers. In einem Wiener Ringstraßen Hotel. Vor mehr als 500 Leuten. Das Haus war knacke voll. Und ich war live dabei.

Auf der Bühne sprachen zahlreiche Redner, die man aus dem Börsen TV kannte. Ich fühlte mich herrlich. Ich gehörte dazu. Ob ich merkte, dass das alles nur eine Show war? Keine Ahnung. Ob mir auffiel, dass ich hier nichts lernte? 

Vermutlich nicht. Auf der Bühne war auch ein Trader aus Österreich als Redner, den ich damals von seinem Blog her kannte (es war einer der ersten Trading Blogs in DE/AT).

Er sprach über sein Trading, erklärte Charts und ich hing an seinen Lippen. Und nach dem Vortrag belagerte ich und dutzende andere diesen Redner und wollten ein paar Tipps erhaschen. Ich fühlte mich gut – und ich wollte mehr. Trading war einfach mein Ding. Und es kam besser.

(Gute) Seminare kosten Geld

So beschloss ich, die ersten kostenpflichtigen Seminare dieses Brokers zu buchen. Es fand wenige Monate später statt. Ich belegte also einen mehrtätigen Workshop, der an der Wiener Börse angeboten wurde. Der Referent war Mitarbeiter dieses Brokers und selbst Trader. Sein Vortrag war gut, doch ich lernte wieder mal nichts neues.

Im Gegenteil – ich hatte das Gefühl, dass ich diesen Vortrag genauso gut hätte selbst halten können. Doch ich hatte Respekt vor dem Vortragenden und fragte ihn in der Pause, ob er sich meine Trading Aufzeichnungen der letzten Monate mal ansehen könnte. Denn ich hatte das Gefühl, dass bei meinem Trading irgendwas nicht stimmte. Das Problem: es lief zu gut (im Ernst!).

stopploss backtesten

Der Trainer versicherte mir nach Sicherung meiner Unterlagen, das alles ok sei. Und er fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, selbst Trading Seminare zu halten. 

Er sei schließlich aus Berlin und nur selten hier vor Ort in Wien. Und Wien (und vor allem der Broker) könnte einen guten Trader, der als Leitfigur diente, dringend gebrauchen. 

Da ich aus der Versicherung viel Erfahrung mit Seminaren im allgemeinen hatte, sagte ich zu.

Und so durfte ich wenige Wochen später mein erstes Trading Seminar als Trainer bestreiten. An der alterwürdigen Wiener Börse selbst als Veranstaltungsort. Und das, obwohl ich mich selber noch nicht mal annähernd am Ende meiner Ausbildung wähnte. 

Sie sehen also, dass sie sich gut überlegen sollten, wem Sie beim Trading vertrauen. Wem sie folgen. Fragen Sie sich, welche Qualifikation jemand mitbringt. Wer ist diese Person? Welchen Background hat sie? Hat sie in der Branche gearbeitet?

Ich selbst war damals schon erfolgreich beim Trading. Aber war das (lange) genug? War das ausreichend, um anderen zu zeigen, wie es geht? Heute vermute ich, dass es nicht ganz ausreichend war. Aber dem Broker war es egal. Die Teilnehmer fragten nicht. Und mir machte es Spaß.

Wir lernen also: Trading Seminare kosten in der Regel Geld. Aber sind sie ihr Geld auch wert? Wenn die Inhalte gut sind, dann auf jeden Fall. Was uns zur folgenden Frage überleitet:

Was kostet ein Trading Seminar?

Nun – hier gibt es keine Preisliste und keine Vorgaben. Meine eigenen Seminare kosten heute zwischen 500 und mehr als 1.000 Euro. Abhängig von Inhalten und Laufzeit. Vor ein paar Jahren veranstaltete ich sogar Workshops, die über eine ganze Woche gingen. Der Preis lag bei über 2.500 Euro. Gerechtfertigt? Es kommt wieder drauf an.

Wenn man wirklich etwas dabei lernt, dann ja. Denn wir wissen aus diversen Broker Informationspflichten, dass um die 80% aller Trader regelmäßig Geld verlieren. Wir wissen auch, dass das durchschnittliche Trading Konto mit etwas weniger als 10.000 Euro kapitalisiert wird.

Wenn man nun rechnet, kommt man rasch drauf, dass ein gutes Trading Seminar mit Sicherheit billiger ist als die Trading Verluste, die man zwangsläufig und üblicherweise erleidet, wenn man ohne Ausbildung einfach drauf los tradet. Wenn es wie gesagt ein gutes Seminar ist. Wir drehen uns im Kreis.

Webinare als Alternative?

Seit einigen Jahren – und in Corona Zeiten sowieso – erleben Webinare einen Popularitäts-Schub. Natürlich ist es einfacher, ein Webinar daheim anzuhören als auf ein Seminar – irgendwohin – zu fahren. Ist ein Webinar also eine gute Alternative zum Seminar?

Einerseits ja, denn Webinare sind oft kostenlos (dafür manchmal auch reine Werbe-Events) oder kostengünstig. Weil es für alle Beteiligten weniger Aufwand ist. Andererseits nein, denn – ich mache selber auch viele Webinare – die Teilnehmer sind oft nicht so konzentriert. Man surft nebenbei im Internet. Man holt sich eine Cola. Und man verpasst wichtige Dinge.

Und ein Webinar geht selten über mehr als eine Stunde, weil man über dieses Medium nicht länger aufmerksam bleibt. Während Trading Seminare in allen Längen (und fachlichen Tiefen) angeboten werden. 

Und da bleibt man dran, denn man hat ja (viel) Geld dafür bezahlt. Dafür bestätigen mir die Teilnehmer meiner Seminare, dass sie abens oft hundemüde sind. Wenn ich das höre, bin ich immer sehr zufrieden. Denn ein Seminar, das über einen Tag geht, muss anstrengend sein.

Ein Trading Webinar ist also eine gute Sache, aber es wird – soviel mein Tipp an sie – ein gutes Trading Seminar niemals ersetzen können. Setzten Sie Webinare flankierend für ihre Ausbildung ein, aber als alleiniges Tool scheinen sie mir ungeeignet für eine komplette Trading Ausbilung.

Online Trading Kurse on demand

Also Streaming auf Abruf. Das sehe ich wirklich als gute Option anstelle eines live vor Ort Basis Seminars. Hier sollten sie darauf achten, dass sie auf den Kurs eine Zeit lang (mindestens 6 Monate) unlimitiert zugreifen können. 

Das sie also die Lektionen immer wieder ansehen können. Sie wissen bestimmt: die ständige Wiederholung steigert den Lernfortschritt.

Social Media, Bücher, Seminare, Webinare oder Online Kurse – war‘s das? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten, Trading zu lernen? Ja, die gibt es. 

Wo wir beim Personal Coaching angelangt sind.

Personal Coachings

Gleich ein Tipp zu Coachings: zunächst gilt hier alles, was es zu den Seminaren auch zu sagen gab. 

Achten Sie vor allem auf die Qualifikation des Trainers und seinen Background. 

Wenn wir davon ausgehen, dass diese Qualifikation vorhanden ist: lohnt sich ein Trader Coaching?

Steigende Kurse

 

Ja – auf jeden Fall. Auch ich habe mehrere tausend Euro für diverse Trader Coachings ausgegeben. Und kein Cent davon war umsonst. Ich habe Zeit gespart. Und ich habe viel gelernt. In einer Atmosphäre, die ein Seminar hätte nie bieten können. In einer Intensität, die ich mit einem Seminar nie erreicht hätte. In einer Qualität, die mir den letzten Schliff verpasste.

Der große Vorteil des Coachings war, dass meine Mentoren sich nur mir widmeten. Meinen ganz persönlichen Problemen und Fragen. Aber um diesen Schritt zu wagen, um ein teures Coaching zu buchen, braucht man die richtige innere Einstellung. Denn ein paar Tausend Euro sind ja nicht wenig Geld.

Ich habe ein Coaching immer als eine Investition in mein Business gesehen. Eine Investition, die sich mit den Monaten und Jahren immer mehr rechnet und damit amortisiert. Das ist in etwa so wie wenn ein Betrieb eine neue Maschine anschafft, die besser und schneller arbeitet. Die kostet viel Geld, aber auf lange Sicht zahlt es sich aus. Und so sollten sie das auch betrachten.

Coachings sind (vermutlich) nichts für Trading Anfänger

Ein Trading Einsteiger sieht jedoch selten die Notwendigkeit, für eine Trading Ausbildung überhaupt zu bezahlen. Alles gratis lautet die Devise und das ist ja zunächst gar nicht schlecht. Am Beginn – ein weiterer Rat – hat es auch überhaupt keinen Sinn, sofort teure Seminare oder hochpreisige Coachings zu buchen. Ich hatte das ja auch nicht gemacht.

Viel besser ist es, schrittweise in das Thema einzutauchen. Einige Bücher lesen. Social Media Inhalte (hier meine Facebook Seite) konsumieren (hier mein YouTube Kanal). 

Denn ein gutes Trader Coaching lebt von den Feinheiten. Von hochwertigen Methodiken. Von Prozessen. Nicht von der Frage, was ein Chart ist. Ich würde zum Beispiel nie jemanden coachen, der die Basics nicht verinnerlicht hat. Nicht weil ich überheblich bin sondern weil es für den Klienten noch zu früh ist, diese hochwertigen Methoden von nutzlosen Beiwerk zu unterscheiden.

Personal Coachings sind teuer. Sie müssen teuer sein. Sie sind auch extrem zeitaufwendig. Für den Klienten noch mehr als für den Coach. Denn ein guter Lehrer sagt ihnen beim Traden nicht, wie es funktioniert. 

Er führt sie in eine Richtung, bei der sie selbst herausfinden, wie es funktioniert. Und wenn sie das herausgefunden haben (oder glauben es herausgefunden zu haben) dann bestätigt (oder widerlegt) der Coach ihre These. Das ist echtes Lernen. Das ist Training. Das sind Fakten. Alles andere ist heiße Luft.

 

Ein Trader Coaching ist der Königsweg der Trading Ausbildung. Es ist der letzte Schritt, ein echter Trading Profi zu werden. Es ist die Eintrittskarte in eine neue Trading Welt. 

Eine Welt, die das Hobby zum Beruf macht oder machen kann. Wenn man das will. Viele – so wie ich – hatten am Beginn ihrer Trading Karriere das Ziel, ein Trading Profi zu werden. Vom Trading zu leben. 

Heute lebe ich von meinen Trading Erfolgen der letzten Jahre. Richtig arbeiten muss ich nicht mehr. Zum Glück. Daher gebe ich mein Wissen gerne an Einsteiger weiter, die es ernst meinen. Und ich stelle mir dabei oft die Frage, ob das Ziel lauten muss, vom Trading zu leben.

Vom Trading leben, muss man das?

Ich wollte den Beruf Trader unbedingt ausüben. Zunächst aber nur deshalb, weil ich meinen eigentlichen Beruf Versicherung nicht mehr ausüben wollte. Ich hätte statt dessen so gut wie alles gemacht, was ich hätte von daheim aus machen können. 

Denn ich wollte unbedingt selbständig sein. Von zu Hause aus arbeiten und Geld verdienen. Aber das war meine Entscheidung. Wie lautet ihre?

Ich dachte zunächst, dass das Geld bei Börse auf der Straße liegt. Warum traden denn nicht alle? Ist doch einfach? Billig kaufen, teuer verkaufen. Ist ja nicht schwierig, oder? Ist es doch. Und wie. Und kein Anfänger weiß, worauf er sich einlässt. Niemand hat auf der Rechnung, wie hart es ist. Aber es lohnt sich, wenn man durchhält.

Warum wollen Sie Trader werden? Weil Sie Trader werden wollen oder weil sie etwas anderes (ihren bisherigen Job?) nicht mehr wollen? Suchen wir einige Gründe und geben dann ein Kontra.

  1. Weil Sie frei sein wollen? Und dann sitzen sie den ganzen Tag und starren auf den Monitor und beobachten Charts…
  2. Weil Sie finanziell unabhängig sein wolle? Und dann vermasseln sie jeden Trade, weil sie um die Profite Angst haben.
  3. Weil Sie vom Trading leben wollen? Und dann machen sie permanent Verluste?
  4. Weil Sie vom Trading fasziniert sind? Und dann surfen sie den ganzen Tag im Internet, statt sich in diesem Fachgebiet weiterzubilden?
  5. Weil Sie rasch reich werden wollen? Und dann bewegen Sie mit einem Trade ein ganzes Jahresgehalt, um dann entsprechend nervös bei jedem Tick zu sein?
  6. Weil Sie sich ein entspanntes Trader leben wünschen? Und dann wochenlang schlecht drauf sind, weil es nicht läuft.

Trading wird gerne – vor allem von unwissenden Beginner – glorifiziert. Aber Trading ist Knochenarbeit. Trading geht an die Substanz – so lange, bis man es wirklich verstanden hat. Trading ist keine Raktenwissenschaft – aber es nimmt Anleihen aus der Wissenschaft, wenn es um das Verstehen von statistischen Zusammenhängen geht. 

Trading ist letztlich Statistik, und wenn sie das nicht verstehen – und das meine ich keineswegs abwertend – dann sind Sie noch (immer) Trading Anfänger.

Traden kann man lernen. Wie jeden anderen Beruf. Aber welcher Beruf lässt sich ohne Ausbildung lernen? Welcher Job wird von Tag 1 an perfekt ausgeführt? 

In welchem Beruf gibt es keine Einarbeitungsphase und auch – keine Schonfrist? Richtig – an der Börse gilt das alles genau so. Bis auf die Schonfrist. Denn der Markt verschlingt besonders Einsteiger gerne.

Kümmern Sie sich daher um eine fundierte Trading Ausbildung, das ist mein abschließender Rat. Bei mir oder bei einem anderen guten Trader. Hauptsache sie tun es. Dann steht ihnen jeder Weg offen – an der Börse und in ihrem Leben generell.

Ein guter Anfang könnte mein kostenloser Basis Trading Kurs sein, für den sie sich hier einschreiben können. Viel Erfolg!

 

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