Trading Ausbildung – wie man echter Profi Trader wird – Teil 1

Ausbilung

Trading Ausbildung, ein Thema, welches wir in diesem Beitrag in zwei Bereiche gliedern. In Teil 1 berichte ich, Thomas Vittner davon, wie es mir selbst erging. Daraus ableiten können sie als Einsteiger viele Tipps und Tricks für ihren eigenen Weg der Trading Ausbildung. 

Wichtig dabei ist, dass sie die Bereitschaft zum Lernen mitbringen. Wichtig dabei ist auch, dass sie bereit sind, Rückschläge in Kauf zu nehmen. Und wichtig bei ihrer Trading Ausbildung ist vor allem, dass sie das Traden als Beruf ansehen. 

Beitrag Update by Thomas Vittner am 1.12.2020

Sind diese wichtigen Voraussetzungen erfüllt, kann es auch schon losgehen. Also beginnen wir dort, wo man üblicherweise Anfängt. Also ein wenig vor dem eigentlichen Beginn.

Was die Trading Ausbildung betrifft, bin ich genau genommen ein schlechtes Beispiel. Ich habe viel zu lange gebraucht, um zu verstehen, worauf es an der Börse wirklich ankommt. Und deswegen habe ich viel zu viel Lehrgeld bezahlt.

Auf der anderen Seite habe ich es geschafft. Ja – aber ich hätte es auch einfacher haben können. Doch es geht hier nicht um mich. 

Es geht um Sie. Um ihren Erfolg. Um ihr Geld. Damit Sie also rascher an ihre Ziele kommen, habe ich diesen Beitrag über die Ausbildung von Tradern geschrieben. Über das richtige Lernen.

Er soll ihnen als Leitfaden dienen, wenn Sie am Beginn Ihrer Trader Karriere den sprichwörtlichen Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. 

Sprechen wir in den folgenden Absätzen also darüber, wie man Trading richtig lernt, welche Schritte man wann setzen soll und wie man die unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten richtig einordnen und bewerten soll.

Trading Leitfaden

Börse und Aktien – es hat gefunkt

Bei mir kam das Interesse aus meinem damaligen Beruf heraus. Ich arbeitete in der Versicherungsbranche und konnte ein Seminar über Fondsgebundene Lebensversicherungen besuchen. Das war 2001. Damals waren diese Versicherungen sehr beliebt und ich wollte mehr darüber wissen.

Dort erfuhr ich mehr über die weltweiten Finanzmärkte, die wichtigsten Zusammenhänge – und – ich war fasziniert. Das große Geld lockte an den Börsen – und ich wollte Teil davon werden (und viel Geld verdienen). 

Doch anstatt eine solche Versicherung abzuschließen, hatte ich die wahnwitzige Idee, selbst in Aktien zu investieren. Es war – auf kurze Sicht – die dümmste Idee, die ich je hatte. Und auf lange Sicht die Beste. Denn seit vielen Jahren ist es mein neuer Beruf geworden

Genug ist genug

Job Frust

Eigentlich hatte ich meinen Versicherungs-Job schon lange satt. Ich hatte überhaupt keinen „Bock“ mehr, von 9 – 5 (oder meist länger) zu arbeiten und dabei bloß mit einem Schmerzensgeld abgespeist zu werden ( = Gehalt). Nicht, das ich schlecht verdiente. 

Nein – man darf ja nicht undankbar sein. Aber Versicherung war zwar nicht langweilig per se aber es interessierte mich einfach nicht (mehr).

So suchte ich nach anderen Möglichkeiten, Geld zu verdienen und in (an) der Börse hatte ich diese Möglichkeit gefunden. Doch bis dahin sollte es noch ein langer und steiniger Weg werden, wie wir gleich sehen werden.

Wie man an der Böse nicht agieren soll

Nach meinen ersten Versuchen mit Buy and Hold (Investment) merkte ich rasch, dass ich sehr ungeduldig war. Es dauerte mir einfach alles viel zu lange. 

Ich kaufte eine Aktie und ärgerte mich, wenn sie nicht gleich nach dem Kauf (signifikant) stieg. So stieß ich auf das (Day)Trading und dachte, dass mich das mehr ansprechen würde. Doch so klar war das zu Beginn nicht, wie wohl bei ihnen auch.

Die ersten Schritte oder wie man beginnt

2001, als ich anfing, gab es kein Social Media. Wenn man Trading und Börse lernen wollte, blieb nur das gute Buch. Und damals waren gute Trading Bücher (in deutscher Sprache Mangelware – sind sie heute noch immer, denn Quantität ist nicht Qualität). Heute denke ich, kann man einerseits noch immer Bücher als gute Info Quelle empfehlen. Und darüber hinaus Social Media.

Es gibt durchaus einige gute Facebook Gruppen für Beginner, die einem sicher dabei helfen, die ersten Schritte und Hürden zu meistern. Und sie erlauben – was in meiner Zeit nicht möglich war – den einfachen Austausch mit Gleichgesinnten.

Eine Anleitung für Facebook brauche ich hier nicht schreiben. Da wissen sie vermutlich mehr darüber als ich. Aber ich kann beim Thema Börsen Buch sicher helfen und dabei auf meine eigene Erfahrung zurückblicken. Was wir nun gemeinsam tun werden.

Meine ersten Börsen Bücher

Ehrlich gesagt wusste ich nicht mehr, welche Bücher ich mir zuerst gekauft hatte. Aber zum Glück bin ich seit 2001 Amazon Kunde. (leider habe ich 2001 nur bei Amazon gekauft und nicht Amazon Aktien gekauft…) Ich habe immer so gut wie alle meine Börsenbücher online gekauft. Und bei Amazon hat man eine Lifetime Historie, was die Einkäufe betrifft.

Wie Sie am Bestell-Datum sehen können (2002) brauchte ich mehr als ein Jahr (Von Anfang 2001), bis ich begriff, dass ich mit Weiterbilden musste, um an der Börse erfolgreich zu sein. Denn ich kaufte meine ersten Aktien ohne jegliches Know-how. Ich kaufte nur Namen. Keine Werte. Und natürlich ging das nach hinten los.

Meine ersten beiden Finanz-Bücher, die ich je kaufte, waren also

  • Das Spiel der Spiele – Jesse Livermore
  • Das Kapital – Karl Marx

Interessante Mischung, oder? Hier sieht man sehr schön, dass ich noch keinen Plan hatte. Marx, der Kapitalist und Livermore, der erste (?) richtige Trader. Das passt überhaupt nicht zusammen. Übrigens habe ich Marx nie gelesen. Livermore wahrscheinlich 5 mal oder mehr. Und dieses Buch sollte meine Trading Ausbildung nachhaltig prägen.

In meiner Liebe zu den Aktienmärkten, in meiner Liebe zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Und in meiner Bewunderung von Spekulanten oder Trader, die in der Öffentlichkeit – das ist heute nicht viel anders – oft einen schlechten Ruf genießen.

Was ich über das Buch von Jesse Livermore zu sagen haben, können Sie sich auch in diesem Video ansehen, wo es um das Thema (unsichtbarer) Mentor geht:

Trader haben keine Lobby

Kennen Sie das? Sie erzählen jemanden, dass Sie traden (lernen wollen) und ernten nur mitleidige Blicke? Im besten Fall! Oder werden Sie bestärkt bei ihrem Vorhaben, motiviert man sie? 

Ich denke nicht. Warum redet einem niemand aus, dass man an die Uni geht? Warum hat niemand etwas dagegen, wenn man Arzt werden will? Das ist ja alles so vernünftig. Angeblich.

Angehende Trader wie Sie – und das ist bereits die erste Lektion – habe es schwer. Nicht (nur) beim Traden selbst sondern mit der Tatsache, dass sie niemand ernst nimmt. Und das verstärkt die anfänglichen Zweifel noch mehr. Vermutlich werden sie am Beginn Trader verlieren. 

Weil sie noch zu wenig wissen. Das ist ok, solange sie aus den Verlusten etwas lernen. Aber anstatt bestärkt zu werden von ihrem Umfeld wird man schief angeschaut. Beachten sie das, es wird ihr Trader Leben am Anfang nicht einfacher machen.

Man hört am Anfang allerlei Dinge aus dem Umfeld: sei vorsichtig. Börse ist für Zocker. Casino. Und vieles mehr. Und da haben Sie bloß gesagt, dass sie sich mit der Börse beschäftigen. Vielleicht haben Sie auch erwähnt, dass Sie traden. 

Aber niemand weiß, was ein Trader ist. Und was ihn von einem „normalen“ Anleger unterscheidet. Niemand – außer sie. Und so ist es kein Wunder, wenn man ins Internet flüchtet und nach gleichgesinnten sucht (und auch findet). 

Doch Vorsicht – zweiter Ratschlag – bleiben sie immer vorsichtig und skeptisch. Alles was zu gut klingt das ist es auch. Aber weiter im Text.

Noch mehr Bücher

Nachdem ich „Das Spiel der Spiele“ verschlungen hatte, wollte ich mehr. Die nächste Bestellung, kurze Zeit später, war aber genauso planlos, wie wir im Bild weiter unten sehen.

Einerseits bestellte ich ein Buch über den damaligen Präsidenten der FED, Alan Greenspan. Dann eines über George Soros und seine Methoden. Beides waren ja keine Trading Bücher sondern Bücher für Anleger. Noch immer war ich mir also nicht sicher, wohin meine Reise gehen soll. Trading oder Investing?

Dann war da aber noch ein Buch über Optionsscheine. Das war so ein Ausflug von mir in ein Metier, das ich damals überhaupt nicht verstand. Aber Optionsscheine versprachen den raschen Reichtum. Zumindest dachte ich das. 

Ich kaufte damals also „bewaffnet“ mit dem Wissen eines (kleinen) Ratgebers diese Produkte. Und ich bezahlte meine Unwissenheit mit herben Verlusten. Wieder einmal war ich zu ungeduldig.

Traden Sie in jedem Fall nur das, was sie verstehen, so lautet ein weiterer Rat von mir. Optionsscheine verstand ich jedenfalls nicht. Und so etwas bestraft die Börse sofort.

Einer der Schlüssel zum Erfolg ist die Spezialisierung

Ein weiterer Rat an dieser Stelle – spezialisieren sie sich nach einer Anfangsphase, in der sie einiges ausprobieren, auf eine Anlageklasse. Sonst verzetteln sie sich. Sicher muss man sich zunächst ein wenig umschauen. Verschiedenes probieren. 

Aber nicht zu lange. Sie sollten relativ bald den Fokus finden und sich auf Märkte spezialisieren, die sie ansprechen. Und dann beginnen Sie damit, dieser Märkte bis ins kleinste Detail zu verstehen.

Aber das ist nicht alles. Folgende Fragen sollten sie sich zu Beginn ihrer Trading Karriere stellen:

  • Welche Märkte (Aktien, Währungen, Anleihen, Rohstoffe etc.) interessieren mich?
  • Welche Produkte kann ich an diesen Märkten nutzen?
  • Habe ich genug Geld für das Trading dieser Märkte/Produkte?
  • Habe ich genug Zeit für das Trading dieser Märkte/Produkte?
  • Welcher Broker ist für diese Märkte/Produkte geeignet?
  • Und erst dann: welche Trading Strategie soll ich anwenden, was funktioniert?

Ich selbst tendierte damals immer mehr in Richtung Trading. Es war für mich einfach spannender. Das erfolgreiche Investieren kam dann erst später dazu, als ich bereits Trading professionell betrieb. 

Beim Traden konnte ich (damals noch) etwas „tun“ während ich als Anleger immer nur beobachten konnte. Ich wollte aber an der Börse richtig „arbeiten“. Also kaufen/verkaufen/nachkaufen/ und alles drumherum. Tagebuch schreiben, Trades dokumentieren und natürlich mit all der Arbeit Geld verdienen. 

Doch im Trading muss man nicht hart arbeiten. Man muss smart arbeiten. Und von harter Arbeit wurde ohnehin noch niemand reich. Mit smarter Arbeit, mit guten Ideen, mit guten Strategien hingegen schon.

Pikantes Detail: heute „tue“ ich im operativen Trading genau genommen überhaupt nichts mehr. Weil alles automatisiert abläuft. 

Was ich heute tue ist, Trading Strategien zu entwickeln/überarbeiten. Ideen auszuprobieren (mit Backtests). Das ist weitaus interessanter als das operative Trading selbst. 

Aber man darf von keinem Einsteiger erwarten, dass er das erstens auch so sieht und zweitens überhaupt – in der ganzen Trageweite dieser Aussage – versteht.

Aber zurück zur Trader Evolution. Zum lernen. So bestellte ich weitere Bücher, mehr und mehr in Richtung Trading. Ende 2002 kaufte ich dann ein Buch über die Technische Analyse von Candlesticks. 

Heute, fast 20 Jahre später weiß ich, weil ich es analysiert habe, dass Candlesticks zum einen Humbug, zum anderen zu unbestimmt (ungenau) sind, um damit erfolgreich zu traden.

Wieder ein Ratschlag: versuchen sie von Anfang an, nur das zu traden, was man eindeutig duplizieren kann. 

Ohne Interpretationsspielraum. 100% ohne Interpretationsspielraum. Sonst bleibt immer die Frage offen, ob das Regelwerk schlecht ist oder ob sie bloß das (lose) Regelwerk unsauber ausführen. Und das hilft letztlich niemanden.

 

 

Anmerkung: die Weihnachts CD ist etwas “off topic” (wie sie bestimmt vermutet haben) und das andere Buch wollen wir unerwähnt lassen (es gab auch einige Fehlkäufe…)

 

Zwischen-Fazit Trading Ausbildung

In Teil 2 dieser kleinen Serie über das Thema Trading Ausbildung sprechen wir über verschiedene Medien und Ausbildungs-Formate, die dem beginnenden Trader zu Verfügung stehen. Wir verlinken sie gleich unterhalb auf diesen Beitrag.

Wichtig (bitte klicken): Profi Trader Ausbildung – Tools & Optionen

Doch zuvor ein kurzes Fazit zum bisher gelesenen. Wichtig: Talent braucht man zum Trading keines. Man braucht Wissen. Ohne echtem Wissen geht es nicht. Genauso wichtig ist das Durchhaltevermögen. Ohne Ehrgeiz schafft man so eine Aufgabe niemals. 

Aber selbst dann, wenn man die Voraussetzungen alle erfüllt, ist der Erfolg keineswegs sicher. Dann gilt es nämlich, an das richtige Wissen heranzukommen. Und zugegeben – gerade als Beginner ist es schwierig, richtiges von falschem Wissen zu unterscheiden.

Im Folge-Beitrag wollen wir das Thema Wissensvermittlung nun etwas genauer unter die Lupe nehmen. Hier können sie sich unabhängig bereits für unseren kostenlosen, 5-teiligen Online Basis Trading Kurs anmelden. Damit gelingen ihnen die ersten Schritte am glatten Börsen-Parkett mit Sicherheit.

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