Bestes Depot für Einsteiger – 5 wichtige Tipps

Wertpapierdepot Kosten

Die Zeiten, als man Aktien Kurse in der Zeitung überprüfte, sind lange vorbei. 

Heute dominiert das Internet den Börsenhandel zur Gänze. Gleiches gilt auch für die Wahl des richtigen Aktien Depots, denn Aktien und andere Wertpapiere werden heute nicht mehr in Papierform verwahrt sondern elektronisch. 

So ist auch der Siegeszug von Online Brokern zu erklären, die das Thema Geldanlage für Privatanleger immens vereinfacht haben.

Trotzdem ist Online Broker nicht gleich Online Broker. Zum Teil sind die Unterschiede sogar gravierend. In diesem Beitrag sprechen wir darüber, worauf man bei der Wahl des eigenen Depots als Einsteiger besonders achten muss und welche Gefahren dabei auf den Einsteiger lauern.

Worauf Anfänger bei der Depot Auswahl achten müssen

Das wichtigste vielleicht ganz zu Beginn: es gibt nicht den besten Broker für alle Belange. Denn an der Börse kann man dutzende Produkte an hunderten Märkten handeln. 

Und darüber hinaus existieren verschiedene Methoden, wie man Wertpapiere handeln kann.

Während sich Broker A vielleicht besser für das kurzfristige Trading eignet, ist Broker B besser für langfristig orientiere Anleger geeignet.

Daytrader werden
Trading Kapital

Weiterhin muss man berücksichtigen, dass Beginner wohl kaum mit 6stelligen Konten starten wollen oder können. 

Auch deshalb kann es wichtig sein zu wissen, dass die Gebührenstruktur (dazu später) eines Brokers entweder besser zu kleinen oder großen Konten passt.

Kriterien für die Wahl des passenden Depots

Bevor wir die Verwirrung für Beginner nun noch größer machen, schauen wir uns die einzelnen Punkte im Detail an und versuchen, Antworten auf die Frage zu finden, welcher Broker und damit welches Depot für Einsteiger am besten geeignet ist.

Gebührenstruktur

Die Kostenfrage steht bei einem Depot an erster Stelle. Natürlich darf man auch an der Börse nicht am falschen Platz sparen, doch das Thema Gebühren ist trotzdem ganz oben anzusiedeln. 

Denn gerade bei einer dünnen Kapitaldecke eines Anfängers schlägt jeder Euro an Gebühren doppelt bis dreifach auf die Gesamtrenditeentwicklung durch.

Da Online Broker ihre Gebühren in mehrere Segmente gliedern, werden wir jedes Segment in Folge einzeln betrachten

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Depotgebühren

Manche Broker werben mit geringen Ordergebühren (mehr im nächsten Punkt), verrechnen dafür aber (hohe) Depotgebühren. Diese Depotgebühr ist entweder ein Fixum pro Jahr (Quartal etc.) oder hängt von der Anzahl der gehaltenen (Aktien)positionen ab.

Orderspesen

Aktien kaufen kostet Spesen. Diese fallen üblicherweise beim Kauf aber auch wieder beim Verkauf an. Die Spanne der Gebühren reicht hier von einem USD je Trade bis hin zu 10 Euro oder mehr. 

Es liegt auf der Hand, dass gerade bei einer hohen Handelsfrequenz, die beispielsweise ein Daytrader verzeichnet, wichtig ist, die Orderspesen-Belastung möglichst gering zu halten. 

Kauft man hingegen 2 – 3 mal pro Jahr Aktien oder andere Wertpapiere, ist diese Punkt deutlich weniger wichtig.

Sonstige Gebühren

Manche Anbieter verrechnen Spesen für Ein- oder Auszahlungen, für Express Auszahlungen oder für Orders, die im Einzelfall dann doch telefonisch aufgegeben werden. 

Auch die Handelsplattform selbst – siehe nächsten Punkt – kostet manchmal extra. Weiterhin können Spesen anfallen, wenn man Aktien in Fremdwährungen kauft (Beispielsweise US Aktien, die in USD gehandelt werden). 

Und auch die Zusendung von Kontoauszügen in Papierform, falls das noch von jemanden gewünscht wird, ist oft nicht gratis.

Es gilt hier also genau hinzusehen. Denn gerade zu hohe Gebühren haben manchem Trader schon in den Ruin getrieben.

Comissions

Gratis Broker

Orderspesen

Ausgehend aus den USA, von wo fast alle Finanzinnovationen stammen, setzt sich auch hierzulande der Trend zu gratis Brokern immer mehr durch. Wo ist hier der Haken und worauf muss man achten?

Gratis Broker sind meist nicht zur Gänze gratis, denn von irgendetwas muss ja auch dieser Broker leben. Oft wird der Handel einer Anlageklasse kostenlos angeboten, dafür ist das Traden einer anderen Anlageklasse sehrwohl mit Kosten verbunden. 

Oder falls man wirklich komplett auf Ordergebühren verzichtet, werden Depotgebühren verrechnet. Oder es gibt (hohe) Kosten für Ein- und Auszahlungen. Oder man greift zu ganz anderen Tricks.

Hoher Spread

Aktien werden an der Börse gehandelt. Dabei gibt es immer zwei Kurs. Den Bid und den Aks. Also den Kauf und den Verkaufskurs. Was wir vielleicht vom Urlaub beim Geldwechsel kennen, ist also auch an der Börse üblich. 

Dank des hohen Handelsvolumen an den großen Weltbörsen sind diese Spreads – vor allem bei Blue Chips (den großen Aktien eines Landes) sehr gering. Oft liegen sie nur im Bereich weniger Cent.

Gratis Broker

Gratis Broker erhöhen nun manchmal den Spread, um hier mitzuverdienen. Auch wenn es zweifelhaft erscheint, hier einen Aufschlag zu verrechnen so ist es sicher nicht illegal. 

Vor allem wird mit Sicherheit im Kleingedruckten bei der Kontoeröffnung darauf hingewiesen, wenn es zu solchen Spread Aufschlägen kommen sollte.

Plattform

Die Handelsplattform ist die Software, mit der Sie von zuhause aus Wertpapiere kaufen können. 

Hier unterscheidet man Applikationen die am Markt weit verbreitet sind, wie Meta Trader oder Ninja Trader. Diese werden von einigen Brokern genutzt und gelabelt. 

Das hat den Vorteil, dass der Trader sich nur an das Interface einer App gewöhnen muss. Kennt er sich einmal aus, muss er auch bei einem Broker Wechsel nicht umlernen.

Aktien Trading short

Auf der anderen Seite gibt es Broker, die ihre eigene Plattform entwickelt haben. Viele Programme haben heute auch deutlich mehr Funktionen als das bloße Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren. 

Fast alle bieten eine Charting Software mit an. Also die Möglichkeiten, Kursverkäufe grafisch darzustellen. Inkludiert sind hier auch verschiedenste Werkzeuge der technischen Analyse. Ein weiteres Ad On sind diverse Screener, News Ticker oder sonstige Gimmicks.

Die Grundregel: je mehr das Ding kann desto komplizierter wird die Bedienung gilt natürlich auch hier und so sollte der Beginner auf jeden Fall darauf achten, dass er die Plattform beherrscht, bevor er damit Wertpapiere kauft.

Anmerkung: heute bieten die meisten Broker Demo-Konten. Also Konten mit „Spielgeld“, die sich dafür eignen, die Funktionen der Plattform kennenzulernen.

Plattform

Aktien, Futures, Anleihen, CFDs, ETFs und vieles mehr. Man kann heute viele Produkte und Anlageklassen handeln. Egal ob man Trader oder langfristiger Investor ist. Prüfen Sie daher bereits vor der Kontoeröffnung, ob der Broker die Produkte anbietet, die sie verwenden möchten.

Es wäre ärgerlich, wenn man eigentlich Aktien für seine Rente kaufen will aber bei einem Broker landet, der nur Aktien CFDs anbietet. Und noch ärgerlicher ist, wenn man den Unterschied dieser beiden Produkte nicht kennt und so herbe Verluste einfährt.

Service

Broker Service

Der Service ist ebenso ein wichtiger Punkt. Erreicht man jemanden aus Fleisch und Blut, wenn man bei der Broker Hotline anruft? 

Wie lange wartet man in der Schleife? Spricht die Person am anderen Ende der Leitung überhaupt Deutsch? 

Manchmal muss es rasch gehen, gerade beim Börsenhandel. Es wäre hier unangemessen, wenn man, wenn man eine Order nicht mehr findet, stundenlang in der Schleife hängt, weil der Support überlastet ist.

Sicherheit

Wie sicher ist der Broker. Oder genauer gefragt: wie sicher ist das Geld, das bei meinem Broker liegt. 

Das hängt natürlich von der Bonität des Brokers oder genauer gesagt der Verwahrungsstelle der Gelder ab. 

Und es hängt davon ab, in welchem Land der Broker reguliert ist. Innerhalb der EU gilt eine Einlagensicherung von EUR 100.000 für Bargeld-Bestände pro Kunde.

Einlagensicherung

Aus diesem Blickwinkel ist es also egal, ob der Broker auf Malta oder in Deutschland sitzt. Doch die Finanzbehörden der Mitgliedsstaaten arbeiten noch immer recht autark, trotz einheitlicher EU Gesetzgebung (in der Theorie). 

Daher sind die verschiedenen Länder auch unterschiedlich „streng“ hinsichtlich der Auflagen für Finanzdienstleister. Auch das erklärt, warum auffällig viele Broker auf Malta, Zypern oder Gibraltar ihren Firmensitz haben…

Sonstiges

Weitere Punkte auf die es zu achten gilt sind die Höhe der Mindesteinlage, Ausbildungsangebote, die Möglichkeit, Aktien Sparpläne zu vereinbaren sowie der Onboarding Prozess, um nur vier von zahlreichen anderen Kriterien für die passende Broker Wahl aufzuzählen.

Fazit

Der Wahl eines guten Brokers sollte man deutlich mehr Zeit einräumen als dem Kauf eines neuen TV Apparates. Wählt man einen unpassenden Broker, kann sich das bitter rächen. 

Auf unserer Homepage finden Sie derzeit zwei Premium Partner Broker, die wir kennen und denen wir vertrauen. 

Wenn Sie also nach der Suche nach einem passenden Broker sind, laden wir Sie herzlich ein, sich diese beiden Angebote näher anzusehen. Die Reihung der beiden Anbieter erfolgt alphabetisch und ist keine Wertung unsererseits.

Viel Erfolg an der Börse!

Noch mehr Börsen - Tipps für Einsteiger?

In unserem Beitrag „Aktien kaufen für Einsteiger“ besprechen wir unter anderem, was die einzelnen Wertpapiere wie Aktien oder ETFs voneinander unterscheidet, wie viel Startkapital man an der Börse braucht oder wie eine Aktien Strategie für Einsteiger überhaupt aussehen kann und worauf es dabei ankommt.

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