Breakout Aktien Trading – Ausbrüche erfolgreich handeln

Ausbruch traden

Trader können, sofern sie ihr Trading System auf klaren Regeln aufbauen, auf hunderte Indikatoren zurückgreifen. Diese Indikatoren dienen in erster Linie dazu, das Timing beim Einstieg und beim Ausstieg zu verbessern. 

Doch bevor man sich mit der Frage beschäftigt, welcher Indikator funktioniert und welcher nicht, sollte man sich auf der Meta Ebene mit der Frage beschäftigen, auf welche übergeordnete Trading Strategie der gewünschte Zielmarkt (Aktien, Währungen etc.) bevorzugt anspricht.

Und genau darum geht es in diesem Beitrag, wo wir unseren Fokus auf die Ausbrüche, also auf Break Out Trading Strategien richten.

Die Meta Strategie

Eine von mehreren Unterscheidungsmerkmalen, um Trading Strategien zu klassifizieren, ist die Richtung zu bestimmen, in der sie handeln. Hier ist nun nicht etwa long (wir spekulieren auf steigende Kurse) oder short (wir spekulieren auf fallende Kurse) gemeint sondern, welcher Trend-Richtung der gewählte Einstieg folgt. 

Hierbei unterscheiden wir zwischen prozyklisch ausgerichteten Strategien (Trendfolge, Breakout) oder antizyklischen Strategien (Reversion).

Nu sprechen wir in diesem Beitrag, das wurde schon erwähnt, vor allem über den Breakout. Auf Deutsch: über Ausbrüche. Wir beleuchten, und dabei wenden wir uns wie gewohnt Fakten zu, wie und ob unser ausgesuchter Zielmarkt diese Ausbruchs-Strategien „annimmt“. 

Und weiterhin schauen wir, wie es mit der gegenteiligen Möglichkeit als Vergleich dazu aussieht. Wir testen also am Ende auch Reversions-Systeme, um die Break Outs richtig einordnen zu können. Bevor wir nun in die Tests hineingehen, kurz eine Erläuterung zum Thema Ausbrüche traden.

Was sind Ausbrüche?

Handelt ein Trader Ausbrüche oder Breakouts, dann geht er davon aus, dass vorher definierte Unterstützungs- und oder Widerstandsmarken nicht halten. Es wird also darauf spekuliert, dass die Notierung durch diese Kursmarken durchbricht und das man auf diesem Weg Gewinne erzielen kann. 

Das kann mit steigenden Kursen genauso passieren wie mit fallenden. Breakouts kann man also mit Long oder mit Short Trades gleichermaßen handeln. Voraussetzung ist natürlich, dass man so ein Marktverhalten erkennt und rechtzeitig danach handelt.

Der Ausbruch kommt dabei meist aus einer Trading Range Formation wie einem Kanal oder aus einem sogenannten Dreieck (das sind typische Chart Formation). 

Manchmal nutzt man flankierend die Trendstärke oder die Volatilität als zusätzlichen Trigger und handelt einen Ausbruch nur dann, wenn die Vola oder die Intensität der Bewegung ansteigen. Auch diesen Umständen werden wir uns später noch zuwenden. 

Nachdem wir nun die Grundidee hinter den Ausbrüchen verstanden haben, wenden wir uns dem Fakten-Check (Backtest) zu.

Handelsvolumen Aktien

Ausbrüche im Test

Um die Meta Strategie „Breakout“ nun einem kritischen Test zu unterziehen, arbeiten wir mit verschiedenen Aktien Portfolios

Schwerpunkt dabei werden die 30 Aktien des Dow Jones sein. Wir prüfen anhand der letzten 21 Jahre, wie Aktien auf einfache Ausbruchsstrategien reagieren. 

Dazu nutzen wir Tagesschlusskurs basierte Regeln und steigen mit einer „Market on Open“ Order auf der Long Seite zur Börseneröffnung ein. Und zwar exakt nach jenem Tag, an dem der Ausbruch vollzogen (bestätigt) wurde.

Anmerkung: Aktienmärkte haben einen Long Bias. Sie tendieren also dazu, zu steigen. Daher verzichten wir bei unseren Tests bei den Ausbrüchen auf Short Break out Trades.

Fassen wir unsere Testeinstellungen vorab zusammen

  • Testzeitraum: 21 Jahre
  • Portfolio: Dow Jones (30 Aktien – Survivorship Bias wurde berücksichtigt!)
  • Positionsgröße: 10% of Equity (10 Trades dürfen parallel laufen)
  • Anzahl Trades pro Aktien Symbol: 1 („single open Position“)
  • Einstieg: Kauf zur Börseneröffnung bei Überschreiten eines Mehr-Tages Hochs – siehe die Erläuterungen weiter unten
  • Ausstieg: nach 5 Tagen zur Börseneröffnung
  • Position Priority: RSI – Reihung nach „überkauft“
  • Fiktives Startkapital: 100.000 USD
  • Hebel: keiner

Anmerkung: was die Position Priority ist und wie man sie anwendet, das erfahren Sie in diesem Beitrag. Wir empfehlen Ihnen, zunächst diesen Artikel fertig zu lesen und die nachfolgenden Grafiken eingehend zu studieren und erst dann hierher zurückzukehren, um mehr über die Position Priority zu lernen.

Test 1 – Breakout 5 Tage Hoch

Bevor wir uns die Zusammenstellung der genauen Einstiegs- und Ausstiegsregeln ansehen, ein Blick auf allgemeine Strategie Grundeinstellungen.

Anmerkung: sie können jede der nachfolgenden Grafiken mit Klick vergrößern!

Grundeinstellungen Test 1

Einstiegs- und Ausstiegslogik Test 1

In diesem ersten Test versuchen wir, bei Erreichen eines neuen 5 Tages Hochs am Tag darauf long zu gehen. Als Position Priority verwenden wir den RSI (Transaction Weight).

Testergebnisse Test 1

Nach wenigen Sekunden haben wir unsere ersten Resultate. Achten Sie hier vor allem auf die Zeile 5 – die APR (Annualized Percentage Return = jährlicher Gewinn in Prozent). In diesem ersten Versuch ist der Wert negativ. Wir verlieren pro Jahr 3,37%. Das funktioniert also nicht, wie wir sehen können.

Merke: nicht jede Trading Strategie ist eine gute Trading Strategie.

Und auch nicht jede Trading Regel macht Sinn, wie wir hier anschaulich zeigen konnten. Trading Regeln sind etwas gutes und wichtig, doch die Regeln müssen auch geprüft werden. 

Tradet man ohne Regeln, ist das der Worst Case, denn das kann auf Dauer nur schief gehen. Tradet man aber mit Regeln, die nicht funktionieren, ist das genauso schlecht, wie wir hier demonstrieren konnten.

Machen wir weiter mit Test 2 und versuchen etwas anderes.

Test 2 – Breakout 10 Tage Hoch

Nachdem wir mit einem 5 Tage Breakout keine guten Ergebnisse erzielt haben, machen wir weiter und versuchen einen 10 Tage Ausbruch. Wir kaufen, wenn der Kurs ein neues 10 Tages Hoch erreicht. Wird es dann besser?

Einstiegs- und Ausstiegslogik Test 1

Achten Sie hier auf die „Bar Range“. Sie wurde von 5 auf 10 Tage erhöht. Alle anderen Paramenter blieben unverändert.

Testergebnisse Test 2

Das Ergebnis ändert sich, aber es wird noch schlechter. Nun sind wir bei -4,1% APR angelangt.

Natürlich könnten wir jetzt alle Tage manuell ausprobieren. Aber wozu haben wir eine Backtesting Software? Der dort integrierte Optimizer nimmt uns diese Arbeit ab, in dem er alle möglichen Tage automatisch abläuft und nach den besten Ergebnissen sucht. Wir fragen also die Backtesting Software Wealth Lab 7, welcher Tageswert bei Ausbrüchen am besten funktioniert.

Dazu stellen wir die Parameter für die Optimierung wie folgt ein.

Wir beginnen unsere Optimierung bei 3 Tagen (Start Value) und prüfen bis 100 Tage (Stop Value). Dabei springen wir jeweils um einen Tag nach oben (Increment Value).

Nach 2-3 Minuten ist die Software fertig und liefert uns folgende Ergebnisse in Tabellenform.

Die Tabelle wurde bereits so sortiert, dass die besten Ergebnisse (höchste APR) ganz oben liegen. Die optimale Einstellung der Tage bringt uns nun bescheidenen 0,22% pro Jahr Gewinn (Spalte 4 von links). Erzielt wurde der Wert bei einem Ausbruch auf ein neues 97 Tages Hoch (Spalte 2 von links).

Das ist nicht das, womit wir zufrieden sind, richtig?

Sieht man sich die Ergebnisse anhand eines Balkendiagramms an, sieht das Ergebnis wie folgt aus.

Natürlich sind die Ergebnisse im Diagramm die gleichen wie bei der Tabelle, sie sind nur anders dargestellt. Bei den Grafiken sieht man auf einen Blick, was funktioniert und was nicht. Und noch besser – man erkennt Tendenzen und Verläufe

Hier sieht man, dass die kurzen Perioden weiter links deutlich weniger gut funktionieren als die längeren Perioden weiter rechts. Je länger man das Hoch zurücksetzt (die besten Werte sind um 90 Tage herum), desto besser wird es tendenziell. Und man erkennt noch etwas: nämlich, dass genau genommen gar nichts so richtig gut funktioniert.

So kommen wir also nicht weiter. Was tun wir? Vielleicht sind die Aktien aus dem Dow Jones der Grund, dass es nicht funktioniert? Vielleicht eignen sich die größten US Blue Chips nicht für Ausbruchstrading? Wechseln wir auf ein Nasdaq 100 Portfolio, erneut unter Berücksichtigung der Survivorship Bias.

Anmerkung: in Wealth Lab 7 wurden die Portfolios dank der kostenlos inkludierten Wealth Data bereits in Sachen Survivorship Bias bereinigt. Das ist insofern bemerkenswert, als das man für Daten mit dieser hohen Qualität meist extra bezahlen muss.

Test 3 – Breakout 10 Tage Hoch - Nasdaq

Grundeinstellungen Test 3

Testergebnisse Test 3

Nun bringt auch ein gänzlich anderes Portfolio kaum eine nennenswerte Veränderung. Die APR wurde zwar mit 0,86% leicht positiv – aber mit so einer Rendite wird kein Trader zufrieden sein. Legen wir also das Thema Breakout Strategie ad-acta oder haben wir noch eine Idee, wie wir die Einstiege verbessern können?

Wir erinnern uns an die Einleitung. Dort sprachen wir davon, dass Ausbrüche gerne auch im Zusammenhang mit steigender Volatilität gehandelt werden. Oder nur dann, wenn die Aktie in einem Aufwärtstrend ist. Bleiben wir zunächst bei der Volatilität.

Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man die Volatilität bemisst. Eine davon ist die ATR, die Average True Range, die eine Schwankungsbreite über eine gewisse Rückschau-Periode („Lookback Period“) misst. 

Versuchen wir im nächsten Test die ATR miteinzubeziehen. Als zusätzliches Kaufkriterium muss die ATR der letzten 3 Tage über der ATR der letzten 10 Tage liegen. Das bedeutet, dass die Vola in den letzten 3 Tagen höher war als die Vola in den letzten 10 Tagen. Wie wir das mit den Building Blocks von Wealth Lab zusammenbauen, sehen wir in der nächsten Grafik.

Test 4 – Breakout 10 Tage Hoch - Nasdaq & ATR

Einstiegs- und Ausstiegslogik Test 4

Kann uns also eine steigende Volatilität dabei helfen, bessere Ergebnisse zu erzielen?

Anmerkung: wie bereits gesagt ist die ATR eine von vielen Optionen, die Volatilität zu messen. Und auch die gewählten ATR Perioden (3 Tage vs. 10 Tage) kann man anders und vielleicht noch besser wählen. Dazu müsste man diese Parameter erneut optimieren. 

Wir wollen aber nun rudimentär prüfen, ob es Tendenzen gibt, die uns verraten, ob die Vola wirklich Einfluss bei Break Out Strategien hat. Und letztlich ist das ein Blog Beitrag und kein wissenschaftlicher Forschungsprozess. Die Möglichkeiten sind hier begrenzt, obgleich ein ernsthafter Trader hier noch viel mehr Forschung betreiben wird.

Klicken wir also nun auf „run backtest“ und sehen gespannt, was passiert.

Testergebnisse Test 4

Aber auch hier werden wir enttäuscht. Die Performance dreht sogar wieder ins negative und wir stehen dort, wo wir zu Beginn standen.

Bleibt noch eine letzte Option. Wir holen uns die Trendstärke dazu. Auch hier gibt es mehrere Optionen (Indikatoren), diese zu bestimmen. Wir entscheiden uns für den einfachen 200 Tages Durchschnitt

Wir kaufen nur jene Aktien für unseren Break out Test, die über dem 200 Tages Schnitt notieren und damit nach oben laufen. Dazu verwenden wir den einfachen gleitenden Durchschitt (SMA). Damit richten wir unseren Fokus ausschließlich auf die „starken“ Aktien. 

Die Volatilität hingegen nehmen wir wieder heraus, weil sie nicht zum Erfolg beitragen konnte. Damit sieht das Trading System von den Einstellungen her bei den Blocks von Wealth Lab 7 wie folgt aus.

Test 5 – Breakout 10 Tage Hoch - Nasdaq & ATR & Trendstärke

Einstiegs- und Ausstiegslogik Test 5

Anmerkung: die Flexibilität der Blöcke vom neuen Wealth Lab 7 ist enorm groß. Sie sehen, dass wir mit dem Block „Indicator compare to indicator“ den Close (der hier auch als Indikator gilt) so einstellen können, dass er über dem SMA (Lookback Periode 200 Tage) gelegen haben muss.

So weit so gut. Aber bringt uns das endlich eine bessere Rendite?

Testergebnisse Test 5

Nicht wirklich. Noch immer dümpeln wir um die Null-Linie herum. Die APR liegt nun bei -1,15%. Was wir auch versuchen, es klappt nicht.

Wäre es vielleicht möglich, dass Aktien und Breakouts eine etwas schwierige „Beziehung“ haben? Kann es sein, dass unser Zielmarkt (US Aktien) auf Breakouts einfach nicht so gut anspricht? 

Ist es vielleicht ein Faktum, dass ein Pro Zyklischer Einstieg am Tageschart weitaus schwieriger ist, als man es glauben mag? Wir sind nun an jener Stelle angelangt, von der wir in der Einleitung sprachen. Wir verlassen unsere Prozyklischen Strategie Tests und wenden uns den Antizyklischen Einstiegen zu.

Dazu ändern wir einfach die Meta Strategie. Wir eröffnen eine neue Position nun nicht mehr, wenn ein neues 5 oder 10 Tageshoch erreicht wird sondern dann, wenn ein neues 5 Tagestief erreicht wird. Aus einem Pro Zyklischen Break Out Entry wird ein Antizyklischer Reversions-System Einstieg.

Test 6 – Reversion 5 Tage Hoch - Dow Jones

Hier sehen sie die genauen Einstellungen in den Wealth Lab 7 Building Blocks. Da wir nun schwache Aktien kaufen (5 Tages Tief) statt starke Aktien (5 Tages Hoch), drehen wir auch die Position Priority um, in dem wir die Einstiege nun nach dem RSI mit den kleinsten Werten („Lowest Values“) sortieren.

Alle anderen Basis Einstellungen, das Portfolio (Dow Jones) sowie der 5 Tage Ausstieg bleiben gleich. Und wir verzichten fürs Erste auf weitere Filter hinsichtlich Volatilität oder Trendstärke.

Einstiegs- und Ausstiegslogik Test 6

Können wir mit Antizyklischen Einstiegen nun vielleicht bessere Ergebnisse erzielen?

Testergebnisse Test 6

Ja! Denn plötzlich machen wir Gewinn. Die APR liegt bei 9,12%.

Das freut uns, lässt uns aber gleichzeitig nachdenklich werden. Haben wir bei den Ausbrüchen etwas falsch gemacht? Oder ist es tatsächlich so, dass antizyklische Einstiege auf Anhieb besser funktionieren? 

Es hat tatsächlich den Anschein, denn egal wie wir es drehen und wenden: wir haben nur einen Test gebraucht, nämlich einen simplen antizyklischen Test um Gewinn zu erzielen. Und damit haben wir alle anderen vorherigen Bemühungen (Tests) mit den Breakouts deutlich hinter uns gelassen.

Egal ob wir ein Dow Jones 30 Portfolio oder ein Nasdaq Portfolio verwendet haben. Egal ob mit oder ohne Volatilität (ATR). Unabhängig von einer Trendstärke. Egal ob wir Optimieren und wie wir optimieren. Unser Break Out Versuch ist kläglich gescheitert. 

Machen wir jedoch einen ersten simplen Test ohne jeglichen anderen Schnick-Schnack bei einem Umkehrsystem (Reversion) kommt unter dem Strich sofort eine positive Rendite zum Vorschein. Und das sollte uns hellhörig machen und uns dazu animieren, diese Tendenzen auf eigene Faust weiter zu untersuchen.

Fazit Ausbrüche und Ausbruchs-Strategien

Ausbrüche zählen zu den Pro Zyklischen Trading Ansätzen. Genauso wie Trendfolge Strategien. Denen gegenüber stehen die Kontratrend Strategien, also Reversionssysteme aller Art. Das ist die Meta Ebene. Der Überbau. Und das ist die erste Aufgabe, die ein Trader hat: nämlich über diese Meta Ebene Bescheid zu wissen und den Zielmarkt auf diese Grund-Tendenzen abzusuchen.

Mit diesen Tests konnten wir eindrucksvoll zeigen, wie schwierig es ist, mit Ausbrüchen erfolgreich zu sein. Natürlich kann man noch dutzende andere Optionen finden, wie man eine Ausbruchs-Strategie „anlegen“ kann. Natürlich gibt es noch professionellere Methoden, wie eine statistische Indikatoren Optimierung, doch dazu an anderer Stelle bald mehr.

Doch Breakouts, egal wie man sie misst, sind schwierig. Vielleicht findet sich da oder dort eine Möglichkeit, die (halbwegs) funktioniert. Man kann vielleicht auch noch bessere Entry Regeln für den Ausbruch finden und diese dann testen. Man kann die Behaltedauer verlängern und nicht gleich nach 5 Tagen aussteigen. Man kann Stopps oder Kursziele dazugeben. Sicher – alles möglich. Probiere sie es bitte.

Aber – so viel sei verraten – Ausbrüche sehen einfacher aus, als sie in der Praxis zu handeln sind. Und noch etwas ist uns wichtig, festzuhalten. Wir haben nicht gesagt, dass Ausbrüche generell nicht funktionieren. Wir haben bloß festgestellt, dass es weitaus schwieriger ist, mit Breakouts erfolgreich zu sein als mit Umkehrsystemen. Denn der Zielmarkt ist dafür einfach nicht besonders geeignet.

Und nochmals Achtung: das Gesagte gilt nur für genau die Anlageklasse, die wir beobachtet haben. Nämlich US Amerikanische Aktien (Blue Chips) am Tages-Chart. 

Wir wissen weiterhin nicht, und werden im Rahmen dieses Artikels auch nicht mehr darüber sprechen, wie sich andere Anlageklassen oder andere Zeiteinheiten bei Ausbrüchen verhalten. Denn eines ahnen sie ohnehin schon: jede Anlageklasse hat eigenen Tendenzen, jeder Markt funktioniert anders.

Was bei Aktien auf Basis von Tages-Schlusskurs-basierten Strategien funktioniert, muss bei Rohstoffen, Währungen oder Equity-Futures nicht zwangsläufig genauso funktionieren. Was im End of Day Trading bei Dow Jones & co klappt kann im Intraday Bereich anders aussehen.

Jeder Zielmarkt hat sein Verhalten. Jeder Zielmarkt funktioniert anders. Das kann man gar nicht oft genug wiederholen. Nehmen sie daher nie eine Trading Strategie, die sie „irgendwo“ gelesen haben und traden sie damit „irgendetwas“. 

Nicht jeder Deckel passt auf jeden Topf. Vielmehr müssen sie lernen, ihren gewünschten Zielmarkt auf Tendenzen zu prüfen. Wie reagiert er auf Trends? Wie auf Ausbrüche? Wie bei Reversions-Modellen? 

Erst wenn sie eine statistische Zielmarktanalyse gemacht haben und die Grundausrichtung ihres Marktes kennen, wissen sie, wie sie diesen Markt „anpacken“. Sie bekommen so ein Gespür für den Markt und für die Indikatoren, die es in weiterer Folge im Rahmen dieser Grundausrichtung in die Trading Strategie einzufügen gilt.

Und letztlich geht es bei einer Zielmarktanalyse darum, dass sie sich die Latte nicht unnötig hoch legen. Warum zum Beispiel auf Gedeih und Verderb Ausbrüche handeln wollen, wenn Umkehrsysteme tendenziell bessere Renditen versprechen und – fast noch wichtiger – einfacher zu entwickeln sind? 

Was sie wollen, zählt an der Börse nicht. Was zählt ist das, was funktioniert. Wir suchen im Trading ja kein Hobbie, das uns beschäftigt und das uns Spaß macht. Wir wollen Gewinne machen. Und wenn wir Gewinne machen, kommt auch der Spaß von ganz alleine dazu.

Egal was sie traden – stützen sie sich dabei immer auf Fakten, also auf Backtests. Die Grundausrichtung eines Zielmarktes können sie nicht bestimmen, in dem sie darüber nachdenken. Sie können sie auch nicht finden, in dem sie 10 oder 20 Charts ansehen. 

Sie müssen hunderte Datenserien (= Aktienkurse) über mehrere Dekaden analysieren, um diese Grund-Tendenz zu finden. Und wenn sie sie gefunden haben, geht die Arbeit für sie als Entwickler von Trading Strategien erst so richtig los. 

Denn dann heißt es Regeln finden, die sie für Entry, Exit und noch vieles mehr heranziehen, um diese Grund-Tendenz auszunützen. So entstehen schrittweise Trading Systeme, die stabil sind und die funktionieren. 

Und mit denen sie endlich Geld verdienen können. Ist das Raketenwissenschaft? Sicher nicht. Ist das zeitaufwändig. Ja – aber nichts lernt man von heute auf morgen. Weder ihren heutigen Beruf noch das Traden.

Und bei diesem Vorhaben unterstützten wir sie gerne. Werfen Sie doch einen Blick auf unsere Angebots-Palette und werden sie Profi Trader. Viel Erfolg!

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