Chartanalyse Aktien – was sind Charts? Sie werden erstaunt sein über die Antwort!

Börsen-Crashes

Chartanalyse Aktien auf den Punkt gebracht:

  • Was sind Charts überhaupt?
  • Welche Darstellungsformen gibt es?
  • Mit dem Auge erfasst es der Trader schneller
  • Kurslisten sind keine Alternative
  • Trading ist Statisitk – welche Rolle spielen da Einzelereignisse?
  • Helfen Charts dem Trader wirklich? Dieses Video verrät mehr…

Viele Trader nutzen auf die eine oder auf die andere Art Charts. Die Darstellungsformen reichen dabei von klassischen Linien-Charts über Candlesticks bis hin zu weitaus exotischeren Formen.

Doch – welchen Nutzen haben Charts fürs aktive Trading, was sind Charts eigentlich und helfen sie dem Trader wirklich dabei, erfolgreich zu werden?

Dieses Video begibt sich auf die Spurensuche und behandelt das Thema Chartanalyse durchaus kritisch.

Zum Thema Charts gibt es von Thomas Vittner einen Blog Post in englischer Sprache. Erschienen ist er auf dem Jim Cramer (ein bekannter US TV Showmaster und Aktienspezialist) Börsen Blog „The Street“. Hier klicken und Post lesen.

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Video Transkript: Chartanalyse Aktien – was sind Charts?

Die meisten Trader arbeiten mit Charts aber was sind Charts eigentlich und sind sie wirklich von Nutzen für einen Trader. Wir werden in Kürze darauf eingehen. Bleiben Sie dran. Wir starten in wenigen Sekunden.

Wenn sie sich mit dem Thema Trading beschäftigen dann kommen sie um ein Thema überhaupt nicht drum herum – um die sogenannten Charts.

Und da ist es nicht von Bedeutung ob sie jetzt so wie ich es hier auf den Flipchart gemalt habe einen simplen Linien Chart sehen oder ob es Candlesticks sind oder Balken Charts oder oder. Es gibt da noch viele andere Darstellungsformen. Aber de facto Charts begleiten einen Trader immer.

Man sieht sie in Trading Magazinen. Man sieht sie im Internet. Man sieht sie auf diversen Schulungen die man besucht. Also am Thema Chart führt scheinbar kein Weg vorbei.

Bevor wir über die Sinnhaftigkeit eines Charts oder über eine Chartanalyse sprechen müssen wir uns mit dem Thema beschäftigen was Charts eigentlich sind. Charts sind ja nichts anderes als eine grafische Darstellung des Kursverlaufs.

Damit wir mit dem freien Auge auf einem Blick erkennen wie es gerade um eine Aktie steht. Das könnte man natürlich auch aus einer Kursliste herauslesen. Aber das wird ein bisschen schwierig wenn man hier wirklich eine Zahlenreihe hat festzustellen ist die Aktie ist in der Nähe ihres Hochs oder nicht. Visuell tut man sich leichter.

Mit dem Auge sehen wir relativ schnell in dem Fall jetzt hier. Wir haben ein Top und jetzt einen Abwärtstrend der sich gebildet hat. Könnte man aber auch aus einer Kursliste herauslesen. Aber wie gesagt ist viel schwieriger als ein Chart. Halten wir zunächst fest.

Ist eine grafische Darstellung des Kursverlauf egal ob jetzt hier so wird bei einem Schlusskurse miteinander verbunden werden werden oder ob ich jetzt Candlesticks habe wo ich das Tageshoch das Tagestief den Open und den Close zur Verfügung habe.

Egal wie viele Informationen es beinhaltet in jedem Fall geht es darum dass wir Kursverläufe so relativ einfach erfassen und verstehen können. Das ist eigentlich die Aufgabe von Charts. Wo ich mir ein bisschen schwer tue ist das Thema Chart Analyse. Auch das wird immer wieder gemacht es einfach in einen Chart. Dass in den Charts beispielsweise gewisse Trend – Linien gezogen werden oder sogenannte Trend – Kanäle gebildet werden.

Und dann werden darauf zum Beispiel diverse Handels Entscheidungen getroffen. Man sagt: Okay ich habe hier einen Aufwärtstrend dem ich folge und wenn dieser Aufwärtstrend gebrochen ist irgendwo hier dann würde ich einen Trade beenden.

Hinterfragen wird nicht die Sinnhaftigkeit ob im Einzelfall hier es jetzt Sinn macht diesen quasi Breakout unter die Unterstützungslinie dieser Trendlinie zu handeln oder nicht. Generell fällt mir immer wieder auf dass Trader viel zu viel Wert auf die Analyse eines Charts legen.

Trading ist ein statistisches Problem. Ich kann unmöglich im Einzelfall sagen dass das jetzt ein Gewinn oder ein Verlust Trade wird. Ich kann Trading nur dann erfassen wenn ich es aus der Sicht der Statistik sehe. Das heißt wenn ich feststellen kann ob das was ich tue Sinn ergibt.

Und Statistik ist genau das Gegenteil. Mit einem statistischen Modell kann ich ja erfassen ob ein Regelwerk grundsätzlich funktioniert aber bei Statistik setze im voraus dass sich besonders viele Stichproben nehme. Das heißt nicht dass ich gewisse Ereignisse oder gewisse Muster in den Kursen finde. 

Dass ich diese analysiere und dann schaue ob dieses System – dieses Modell – oder diese Regeln einen positiven Erwartungswert haben. Positiver Erwartungswert heißt sinngemäß: es funktioniert. Unter dem Strich.

Wenn ich jetzt aber hergehe und einen Chart analysiere egal ob ich jetzt hier mit Trendlinie arbeite oder ob ich mit Mustern arbeite oder ob ich jetzt Indikatoren verwende. Einen einzelnen Chart zu analysieren ist genau das Gegenteil davon denn ich fokussiere mich hier auf ein Einzelereignisse. Das ist ein Chart. Er ist eigentlich für die Analyse eines solchen Beispiels vollkommen nutzlos. Wenn man es jetzt als statistischer Sicht sieht.

Denn ich analysiere hier einen Einzelfall. Um wirklich zu wissen ob das was ich tue Sinn macht muss ich ja viele viele Stichproben haben. Ich müsste Tausende Charts analysieren. Da werden jetzt technische Analysten vielleicht etwas sauer auf mich sein. 

Aber eine technische Analyse eines Charts wo ich Dinge eingezeichnet habe – dann sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Das macht überhaupt keinen Sinn. Es bringt mir nichts einen Chart als Einzelereignisse zu analysieren.

Ich muss vielmehr darauf schauen dass ich ein Regelwerk habe das eine gewisse Stabilität hat. Um das erreiche ich nur indem ich viele viele viele Beispiele und viele Stichproben nehme. Das sind – da sprechen wir dann von Hunderten Trades im Jahr. 

Spreche ich dann ein zwei Situationen an und ich analysiere und sage: Na ja ich habe es mal irgendwo gelesen oder die Theorie sagt jetztTrendfolge. Und wenn dieser Trend gebrochen wird ja dann handle ich.

Schön und gut aber man müsste das testen. Wenn ich es testen kann. Vielleicht findet man Möglichkeiten Indikatoren die so etwas messen und die man auch testen kann. Trend Brüche oder Ausbrüche oder nach unten. Aber dann sind wir wieder beim Thema. Ich muss es testen ich muss es überprüfen.

Es im Einzelfall zu analysieren und sagen: Na gut wenn der Kurs jetzt hier durchgeht dann gehe ich zum Beispiel Short bei einem Trade. Das macht wenig Sinn denn mir fehlt hier einfach die Analyse dahinter Ich muss es quantifizieren Ich brauche quantitative Methoden wo ich sagen kann: das macht Sinn unter dem Strich.

Das heißt Charts sind grafische Kursverläufe um jetzt hier ein Resümee zu ziehen. Ein Chart ist praktisch um auf einen Blick zu sehen wie sich die Aktie gerade verhält. O sie sich hier in der Nähe ihres Hochs befindet oder eben schon etwas nach unten gegangen ist dafür – keine Frage – sind Charts sinnvoll.

Weniger sinnvoll erachte ich die Analyse von Charts weil es sich hierbei um Einzelereignisse handelt. Ich sehe keinen Sinn darin einen Chart analysieren. Wenn ich den Computer fragen. Denn da bin ich ja viel viel schneller. Ich muss mir nicht die Mühe antun tausende Charts zu analysieren. Ich drücke einfach auf den Knopf und überprüfe ein bestimmtes Marktverhalten.

Wenn ich es nicht überprüfen kann dann trade ich es auch nicht. Denn dann bin ich ja quasi in einem Graubereich wo ich nicht weiß was ich tue.

Wo ich nicht weiß, ob das, was ich mache, ob das überhaupt einen Sinn ergibt. Das erklärt doch wahrscheinlich die Unsicherheit vieler Trader die mit solchen Charts arbeiten. Weil sie sich wirklich Mühe geben. Weil sie versuchen, hier einen Vorteil zu erzielen. 

Aber aus meiner Sicht mit komplett falschen Methoden an die Sache herangehen. Nämlich mit einem Einzelereignisse arbeiten. Und das ist schade.

Ein Chart ist ein Einzelereignis. Trading ist ein statistisches Problem. Um bei dieser Aussage anzuknüpfen und genau das Gegenteil von einer einzelnen Chartanalyse. 

Und wenn ich Trading mit statistischen Methoden betreibe dann habe ich auch plötzlich diese Sicherheit gefunden die so viele Trader vergeblich in den Charts suchen.

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