Gewinne laufen lassen – und andere Börsenmärchen

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Gewinne laufen lassen … jeder kennt prominente Börsenregeln. Und viele richten sich nach „The Trend is your friend“, „Greife nie in ein fallendes Messer“ oder „Gewinne laufen lassen..“. Doch nur weil etwas von vielen so gemacht wird, müssen diese Regeln noch lange nicht richtig sein. Wir erklären in diesem Beitrag einige zusammenhänge und räumt mit weit verbreiteten Börsenmythen auf.

Gewinne laufen lassen oder Trendfolge?

Die Leser dieses Blogs wissen, dass die Börsenregel „The Trend is your friend“ mit Vorsicht zu genießen ist. Trends existieren zwar, aber bei einer zu langen Haltedauer einer Aktie handelt man Markt und nicht mehr die Signale, auf die es eigentlich ankommt. Signale beinhalten den gesuchten statistischen Effekt und dieser ist aufgrund fast effizienter Märkte von kurzer Dauer. Trendfolger sollten sich also vor „falschen Freunden“ hüten, denn “the trend is >not< your friend”.

Und was ist mit anderen Börsenweisheiten? Zugegeben: in ein fallendes Messer greifen will gelernt sein und nicht jedes fallende Messer soll man fangen (handeln/kaufen). Vom Grundgedanken her arbeiten aber Reversionssysteme genau so. Sie kaufen die Verlierer der letzten Tage. Damit kann man die Märkte deutlich outperformen, auch wenn die Volatilität (die Schwankung) dieser Strategien hoch ist. Wir – so viel sei verraten, greifen sehr gerne ins fallende Messer, weil wir diese Kunst nach vielen Jahren Übung beherrschen.

Gewinne laufen lassen – was steckt dahinter?

Was hat es des weiteren mit Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen auf sich? Beginnen wir mit der Verlustbegrenzung. Meist werden dafür klassische Stopps verwendet. Ein Stopp verschlechtert aber in vielen Asset Klassen (vor allem bei Aktien) nachweislich die Performance. Daher verwenden wir auch keine klassischen Stopps. Verlustbegrenzung findet natürlich statt, aber anders als durch einen Stopp Loss.

Gewinne lässt man keineswegs nicht ewig laufen, auch wenn es logisch klingt. Denn nach wenigen Tagen ist das Signal verpufft. Dann ist das Pferd tot, um ein Sprichwort zu strapazieren. Und dann steigt man aus (ab). Man beendet das Börsengeschäft und reitet ein neues, frisches Pferd, das noch Kraft hat. Klingt logisch und unlogisch zugleich. Aber wie es klingt ist nicht relevant. Was Fakt ist zählt, und Fakt ist, dass die meisten Börsianer auf Stopps setzen und Gewinne laufen lassen. Was aus statistischer Sicht in beiden Fällen genau verkehrt herum ist. Und Achtung bei Stopps: Ein Stopp ist kein Risikomanagement. Aber das haben wir hier ohnehin schon ein paar mal besprochen.

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